Paul Rudolf Uhl

Zehntausend Jahre



Interpretiert und übersetzt ins Bayrische: in the year 2525
 
Zehndausnd Joahr…
 
In ungefähr fünfhundat Joahr –
woaß ned, obs d Menschheit dann no gibt…
(Wann mia so weida doan, echt woahr,
hat de Natur uns scho besiegt)…
 
In fuchzehnhundat Joahr, do gibts
koa Lug und aa koa Woahrad ned.
Des wird mit Pujal* greglt.  – Grips
brauchst do koan mehr – is aa ned bled !
 
In zwoadausndfünfhundat Joahr,
do samma blind und dorat** aa
s gibt nix zun Essn, Zähnd brauchst koa
grod Pujal schlucka, des muaß sa…
 
In dreiahojb moj dausnd Joahr,
do konnst de Oarm nimma bewegn,
de Haxn ned – kaam vorstejbar –
Maschina doans für Di, werst sehgn!
 
In vierahojb moj dausnd Joahr:
Da Gschlechtsvakehr, der is passè,
dei Kind hojst ausm gläsan Roahr,
weil andast werds wohj nimma geh.
 
In fünfdausndfünfhundat Joahr
kimmt Gott (wann s nan denn wirkli geit).°
Der sogt dann: ja, des is doch kloar,
fürs Jüngste Gricht, do is bojd Zeit !
                                             
Und wieda dausnd Joahr danoch
kimmts Urteil vo EAHM sowieso:
„Ehs habts grod ojwei gnomma vo
da Erd, und zruckgebm habts ihr nix.
Und nomoj dausnd Joahr wann s gang:
Zehndausnd Joahr noch Jesus no
gaab’s nix ois Träna – Kruzefix !“
 
De Engal singa n Trauergsang…
 
Grod d Stern, de funkln, de bleibm do:
Zehndausnd Joahr, des is koa Zeit -
aa, wanns koa Mensch sich vorstejn ko
A Bruchteil vo da Ewigkeit !

 
* Pillchen      ** taub    ° falls es ihn wirklich gibt
    P.U.  28.06.15

 

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