Jürgen Wagner

Dressur

 

 

Bären drehen sich an Ketten,
Pferde tanzen Pirouetten
Elefanten machen brav das Männchen,
Der Dresseur, der hat ein Händchen

Hunde nehmen sofort Platz
Papageien sagen einen Satz
Löwen springen durch den Ring
Das Nashorn ruhig im Kreise ging

Delphine spielen mit dem Ball
Seelöwen sieht man überall
sehr kunstvoll mit ihm balancieren
Da kann man sich doch amüsieren!

 

Mit Peitsche und mit Leckerli
gewaltsam und mit Harmonie
mit Angst und mit Bestätigung
und mit Konditionierung

trainiert man mit den hohen Tieren
die ja noch auf allen vieren
gehen in der Welt umher
da fällt das Quälen nicht so schwer

Vielleicht sollt' man mal uns dressieren
wie man so läuft auf allen vieren
wie man denn grunzt und wie man bellt
- und mal die Tierwelt unterhält

 

 


Geschrieben anlässlich des Todes der erfolgreichen Dressurreiterin Christine Wels, die am 14.7.2015 beim Training von ihrem plötzlich ausschlagenden Pferd mit tödlichen Folgen am Kopf getroffen wurde. Sie wurde blutend in ihrer Reithalle aufgefunden, das Pferd stand erstarrt neben ihr. 3 Tage später starb sie. Sie wurde mehrfach wegen Tierquälerei angezeigt und auch verurteilt.

 

 
Bild: © "kehrey de" / Fotolia.com

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jürgen Wagner).
Der Beitrag wurde von Jürgen Wagner auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.07.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Jürgen Wagner:

cover

Heut' ist der Tag und jetzt ist die Zeit!: Gedichte und Aphorismen für eine bewahrte Zukunft von Jürgen Wagner



Diese Sammlung von Gedichten und Aphorismen aus den Jahren 2016-19 spiegelt auch die globalen und klimatischen Entwicklungen, deren Auswirkungen immer sichtbarer und deren Folgen immer konkreter werden. Die Poesie hat ihre eigene Art, damit umzugehen und darauf zu reagieren. Diese Gedichte schüren weder Ängste, noch flüchten sie in ein poetisches Traumland. Sie bleiben verwurzelt im Hier und Jetzt, der Erde treu und dem Himmel geöffnet wie die Bäume. Sie setzen besonnene Ruhe gegen panische Zukunftsängste; sie setzen aber auch ein waches Bewusstsein gegen ein bequemes Immer-weiter-so! Sie ziehen einige große Linien in die Vergangenheit – und in die Zukunft. Zentral ist die Liebe zum Leben, die Freude am Dasein und der Natur, die Verbundenheit mit allen Wesen, mit allem, was ist.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Tiere" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Jürgen Wagner

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Beethovens Klaviersonate op. 31/2 'Der Sturm' von Jürgen Wagner (Lebensfreude)
WALDTIERE von Heidi Schmitt-Lermann (Tiere)
Die kleinen Wehwehchen von Karl-Heinz Fricke (Erfahrungen)