Patrick Rabe
Septembermond
Die Tage waren warm und das Getreide
stand reif und golden auf dem Weizenfeld,
ich spürte dich halb liebend, halb im Leide,
wie jemand, der den Tod im Arme hält.
Ach, alles stirbt, und alles muss vergehen,
doch deine Lippen sterben wunderschön
auf meinem Mund, und all mein banges Flehen
verweht der warme Sommerabschieds-Föhn.
Ein roter Mond und deine blauen Augen,
sie brennen sich in mein Gedächtnis ein,
so will ich deine Liebe in mich saugen
und mich berauschen an ihr, wie an gutem Wein.
Und deine Hand liebkost mich wie ein ferner Schatten,
der flüchtig ist, und der bei Tag verfliegt,
Erinnerung an Zeiten, die wir hatten,
bevor des Sommers Ende unser Glück besiegt.
Im Heu, im Heu, da lassen wir die Liebe,
da lassen wir, was sich zu wissen lohnt,
dein höchstes Gut, das gabst du gern dem Diebe,
und Zeuge war nur der Septembermond.
© by Patrick Rabe
Do, 1. Oktober 2015, Lüneburger Heide
Na, Faro, erotisch genug? Ist natürlich nicht so doppelbödig wie deine Gedichte. Hoffe, du entsprichst meiner Bitte und legst bald nach!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.10.2015.
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