Hans Witteborg

Demokratie in Deutschland



Politik, das weiss man wohl
beginnt nicht erst mit Helmut Kohl.
Und diesen Hick Hack um Herrn Schröder
hat man erlebt, den kennt wohl jeder.
Angela Merkel hat auch leider
in der Partei recht viele Neider.
Machtstreben und Intrigen sind
der Volksvertreter liebstes Kind!
Wir hatten Führer und auch Kaiser,
doch sind wir deshalb vielleicht weiser?
Wir schafften uns ein Parlament,
so gross, dass jeder kaum sich kennt,
gespickt mit Lehrern und Beamten
und jener allseits wohl bekannten
Gewerkschafts- und Parteieliten,
mit andern Worten: viele Nieten!
Wir leisten uns trotz all dem Jammer
dazu auch noch ´ne Länderkammer.
Das Übel dabei in dem Spiele:
jeder verfolgt nur seine Ziele,
wobei er denn total vergisst,
dass er nur Volksvertreter ist.
„Vertreter“, fragt man sich gequält,
„wer hat die Leute denn gewählt?“
Aha, da komm ich zu dem Kern,
und das, mein Freund, hört keiner gern:
das Volk, das waren doch wohl wir:
ein Kreuzchen da, ein Kreuzchen hier
und die, die gar nicht interessiert,
fühl´n sich am meisten angeschmiert!
Ist ein Gesetz erst formuliert,
hat die Regierung rasch brüskiert
die Leute anderer Parteien,
die die Fraktionen dann entzweien.
Ein Ausweg kann da manchmal sein,
schaltet Gutachter man ein,
denn fehlt Entscheidungskompetenz,
gibt es noch Hochschulintelligenz.
Doch Vorsicht – und dies gilt als Warnung:
die Herren haben keine Ahnung!!
Denn wer wie „PISA“ offenbart
nur in Vergangenheit verharrt,
nichts tut – nur Fördergelder will,
der schweige besser und sei still!
So sind Gesetze, die man schafft
in vielen Fällen fehlerhaft.
Den Volksvertreter stört das nicht,
er hat doch das Verfassungsgericht.
Das ist Instanz der letzten Wahrheit,
der Bürger aber erhält Klarheit
und nimmt verwundert als Notiz:
Gewaltenteilung heisst JUSTIZ.
Am Ende wird jetzt jedem klar:
Vox Populi – Vox Rindvieh war.


 

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