Andrea Zelger
Goldener Käfig
Ich sitze in einem goldenen Käfig,
doch nicht Gitterstäbe sondern
festes Mauerwerk umgibt mich!
Es gibt nur eine kleine Ritze,
durch die gerade soviel Sauerstoff dringt,
dass ich nicht ersticke.
Manchmal, wenn es regnet tropft Wasser hindurch,
gerade soviel, dass ich nicht verdurste.
Dafür muss ich auf Befehl lächeln.
Ganz selten fällt ein Lichtstrahl herein,
ich schließe meine Augen und
genieße es wie er meine Haut wärmt,
ich liebe das Licht und das Gefühl von
Geborgenheit, das er mir gibt.
Aber dann wird schnell eine Decke über
die Ritze geworfen, mit den Worten:
Sei dankbar, ich will doch nicht, dass
du geblendet wirst.
Aber......
ich weine leise vor mich hin.
Kann irgendetwas ohne Sonnenlicht existieren?
DU bist dieser Sonnenstrahl für mich!
Ist es wirklich zuviel verlangt, wenn ich mein Leben zurückhaben möchte?????
Vorheriger TitelNächster TitelEs ist jetzt schon fast 2 Jahre her wo ich dieses Gedicht geschrieben habe. GsD ist es mir kurz danach gelungen aus meinem Käfig auszubrechen. Es war kein einfacher Weg - aber er hat sich gelohnt!Andrea Zelger, Anmerkung zum Gedicht
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.04.2004.
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