Patrick Rabe

Meinungsmacher, reloaded

Liebe Freunde von e-stories. Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich mein Gedicht "Meinungsmacher" ein zweites Mal, ergänzt durch ein paar Kommis und ein abschließendes Statement. Bitte nehmt Euch die Zeit, es zu lesen. Danke, euer Patrick
 
 
Meinungsmacher
 
Der Deutsche eine Meinung hat,
genauso wie sein Lieblingsblatt.
Und in den Medien, den wilden,
kann man sich seine eigne bilden.
 
Jedoch kann man in diesen Tagen
Sich schon mal (nicht zu) ernsthaft fragen,
wohin die deutsche Meinung wand’re,
ist es doch jeden Tag `ne and're.
 
Man geht für „Gutti“ demonstrieren,
für occupy auf allen Vieren,
weil man gegen die Banken ist,
doch – gottbehüt – kein Kommunist.
 
Man fand den Wulff so glänzend ehrlich,
doch als er log, war er gefährlich.
Islam zu Deutschland zwar gehört,
doch jeder Dunkelhäut`ge stört.
 
Man war so meinungsfrei beflissen,
als alle plötzlich Charlie hießen.
Nur kurz darauf war allen klar,
der Terror ist `ne Hundsgefahr.
 
Und der Islam, der ist ganz böse,
Herr Houellebec f*ckt eine M*se,
Mohammed übernimmt den Staat,
Allah hat einen langen Bart.
 
Man hatte EHEC, Schweinegrippe,
fühlte sich selbst schon als Gerippe,
weil solche Seuchen ja grassier‘n,
na klar, das kann auch mir passier‘n.
 
Auf youtube kann man alles klicken,
man würde gern die Miley f... (hey, du Blödi, schon wieder dieses Wort!)
Man fand schon Justin Bieber toll
Und wenig später grauenvoll.
 
So zieh’n die Meinungsmacher Strippen,
wir hängen treu an ihren Lippen.
Steht es nur groß in deiner Bild,
trägst du es selber bald als Schild.
 
Doch ich, ich bin jetzt Revoluzzer,
und nicht mehr städt’scher Lampenputzer.
Ich mach den Quatsch jetzt nicht mehr mit,
Konformität geb ich `nen Tritt.
 
Ich sage: „Der Koran ist scheiße!“
Und das, obwohl ich Patrick heiße,
trotz EHEC esse ich Salat,
trotz Wellnesshype lieb ich die Tat.
 
Das Dschungelcamp, das ist mir Latte,
ich trage meistens eine Matte,
obwohl das aus der Mode ist,
und ja, ich bin auch Kommunist.
 
Die Meinung ist nur meine Meinung,
na klar, sonst hieße sie ja Deinung.
Und trotz Gewohnheit, Faulheit, Sitt‘,
empfehle ich: Denkt selber mit !
 
© by Patrick Rabe, Februar 2015, Hamburg.
 
 
 
I Bebe (irene.beddiesgmx.de)24.02.2015beantworten
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Lieber Patrick,
ganz schön deutlich liest du denen die Leviten, die alles glauben und ihre Meinung nach dem Blätterrauschen der Medien ausrichten. Ich stimme dir sehr gern zu.
Liebe Grüße (du frönst sicherlich noch dem Schlaf, deine Irene

Anmerkung von Patrick Rabe:
Liebe Irene, wir haben doch schon wieder so einen Fall mit der Ermordung dieses Putin-Gegners! Wie schnell war die westliche Presse dabei, Putin als Drahtzieher hinzustellen! Nicht, dass ich Putin so toll fände, aber es wird schon sehr selektiv über Russland berichtet. Und über Griechenland. Und. Und. Als Jugendlicher habe ich auch mal gedacht: Wir in der BRD haben die freie Presse und in der DDR wird im Fernsehen nur gelogen. Sitzen wir da nicht einer netten schwarz-rot-goldenen Seifenschaum-Illusion auf? Selbst der Spiegel ist nicht mehr, was er mal war. Zeitgleich mit der restlichen deutschen Presse verurteilte er aufs Schärfste die Vorbehalte gegen das Masern-Impfen. Welcher Lobby wird da eigentlich gedient? Noch zu meiner Kinderzeit war der Tenor, dass Kinder ruhig die Kinderkrankheiten durchmachen sollten, weil das ihre Abwehrkräfte stärkt. Erst im Erwachsenenalter seien sie gefährlich. What has happened since then? Aber: wie ich aus wohlinformierten Quellen weiß, wird heute jedes Kind auch schon bei harmlosen Erkältungen mit Penicillin vollgestopft und verhaltensauffällige Kinder bekommen Psychopharmaka wie Risperdal und Leponex. (In Deutschland, wohlgemerkt!!!!!) Selber denken ist der einzige Schutz vor dieser Generalverarsche. Liebe Grüße, dein Patrick (03.03.2015)

 

 
verseschmied (verseschmiedgmx.de) Autoren-Steckbrief18.11.2015beantworten
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---DIE LIEBE KANN DAS DENKEN NIE ERSETZEN
DOCH LÄSST SICH ÜBER SIE VIEL LEICHTER SCHWÄTZEN
AUCH GLAUBEN IST KEIN MASSSTAB FÜR GEDANKEN
DIE FREI ZUMINDEST PRINZIPIELL VON SCHRANKEN!---

meint mit abendlichem gruß henning

Anmerkung von Patrick Rabe:
Lieber Henning, ist Denken frei? Wir werden in der westlichen Welt doch in bestimmten Denkschablonen erzogen, von denen niemand von uns frei ist, selbst, wenn er sich noch so freidenkend wähnt. In einem Buch über Propaganda las ich: "Es braucht ca. 5 Tage, um die öffentliche Meinung zu formen und zu konditionieren." Hat man jetzt wieder wunderbar an den Pariser Sachen gesehen. Alle sind betroffen, wütend, wollen Vergeltung, haben Angst (wirkungsvoll noch gesteigert durch den Quatsch neulich beim abgesagten Fußballspiel...). Als ich Hollandes Einschwörungrede hörte ("Sie haben uns den Krieg erklärt"... "Die Grande Nation wird Vergeltung üben" etc) wurde mir speiübel. Wollt ihr die totale Verarschung? Ich gebe deinem Ansatz recht. Liebe ist ein Gefühl, und wenn ein Mensch nur noch Gefühle gelten lässt, und die Birne ausschaltet, wird er manipulierbar. Es gilt halt hier, die Waage zu halten, denn Gefühle sind wichtig. Klares Denken aber auch. Du siehst, ich habe dein Gefrotzel sehr ernst genommen. Und es ist wahr: Über Liebe lässt sich leicht schwätzen. Sie zu praktizieren ist eine andere Sache. Grüße, Patrick (19.11.2015)
 

 
 
Liebe Freunde, bei meinem Freund Jan lag schon seit Tagen ein Buch des berüchtigten Verschwörungstheoretikers Jan van Helsing herum. Ich rümpfte die Nase, wusste ich doch als ernstzunehmender Intellektueller, was ich davon zu halten hatte. Gar nichts. Zudem "wusste" man doch: Jan van Helsing ist rechts, gehört der braunen Szene an. Ursula Caberta hat das in ihrem "Schwarzbuch Esoterik" geschrieben. Gestern nahm ich mir aus purer Neugier, und eigentlich nur, um hinterher darüber spotten zu können, das Buch dennoch vor. Es basiert auf einem Interview mit einem Freimaurer-Aussteiger, quasi ein Whistleblower. Schnell merkte ich zunächst mal, dass Jan van Helsing bestimmt kein Nazi ist, denn er bezieht in diesem Buch eindeutig Stellung gegen das dritte Reich und verurteilt Südamerika für das Aufnehmen so vieler Altnazis. Beschämt stellte ich fest, dass ich in diesem Punkt also nur unhinterfragt die "öffentliche Meinung" wiedergekäut hatte.
 
Jan van Helsing spricht davon, dass einige wenige Wirtschaftsbosse und Geheimgesellschaften die Geschicke der zivilisierten Welt lenken, und dass diese Menschen planen, eine Einheits-Weltregierung einzurichten, die Menschheit um zwei Drittel zu dezimieren, und die Freiheitsrechte der Bürger immer mehr einzuschränken, um irgendwann totale Kontrolle über das verbliebene Häuflein zu haben. Soweit, so gut. Typisches Verschwörungsgebrasel, könnte man denken, gell? Aber dann kamen Passagen, die mir die Schuppen aus den Haaren fallen ließen! Wohlgemerkt, das betreffende Buch erschien im Jahr 2010!!!!! Und da stand nun folgendes. Die Verschwörer würden planen, im arabischen Raum Kriege und Bürgerkriege vom Zaun zu brechen, woraufhin millionen Menschen als Flüchtlinge nach Europa kommen würden. Diese würden dann mit Berufung auf humanistische und christliche Werte unkontrolliert in die Länder gelassen. Zeitgleich würden in Europa neue Terroranschläge stattfinden. Die Stimmung im Volk würde kippen, Angst und Unsicherheit würde um sich greifen und man würde nach einem "starken Mann" schreien. Und von da an sei es nur noch ein kleiner Schritt, bis die Leute völlig von sich aus um die Beschneidung ihrer Freiheitsrechte betteln würden. Sie würden glauben, das aus eigener, freier Entscheidung so zu wollen. Und das sei ein weiterer Schritt in Richtung Weltregierung und totaler Kontrolle.
 
Ich weise nochmals darauf hin, dass Jan van Helsing dies im Jahre 2010 schreibt. Er kann aber nicht nostradamusmäßig in die Zukunft sehen, sondern gibt wieder, was der Whistleblower ihm verraten hat. Was uns vorkommt, wie aus sich selbst heraus entstehende geschichtliche Vorgänge, ist ein von langer Hand vorbereitetes, abgekartetes Spiel! Der islamistische Terror ist ein vom Westen selber inszeniertes Schreckgespenst.  Auch eine klassische Propagandalüge: Die Ermordung von Bin Laden. Hat irgendeiner mal seine Leiche gesehen, oder ein Foto davon? Nein!!!! Dass Bin Laden tot ist, ist eine bloße Behauptung. Leute: Von Gaddafi gibt's 'n Leichenfoto, von Ceaucescu gibt's 'n Leichenfoto, warum von Bin Laden nicht!!!??? Sollte man doch meinen, dass gerade die Amis so einen Erfolg dokumentieren würden, so alà Trophäe, Hirschgeweih an der Wand. Die Sache stinkt offensichtlich zum Himmel. Auch: Wieso wurde er erschossen? Wieso wurde ihm nicht ein ordentlicher Prozess gemacht wie Saddam Hussein!? Fragen über Fragen. Ich persönlich glaube ja, dass Bin Laden schon längst tot war, vielleicht aber lebt er auch noch, nur eines ist sicher: Er wurde nicht damals erschossen, wie es uns die offizielle Lesart glauben machen will. Das alles ist irre zynisch bei all den Toten in New York, London und Paris. Aber für die Mächtigen sind wir nur Schachfiguren, die sie auf ihrem Schachbrett hin und her schieben. All die Flüchtlinge mit zum Teil schlimmen Schicksalen sind auch nur Mittel zum Zweck! Leute, man kann diesen Wahnsinn nicht einfach übergehen!!!! Heute die, morgen wir! Vergesst das nicht! Und Fakt ist auch: Diese Strippenzieher mögen ja über Druckmittel verfügen, über Täuschung und Illusion, sogar über die Möglichkeit, Leute kalt zu machen, aber es sind wenige! Und wir sind Milliarden! Sie hätten de facto keine Chance gegen uns, wenn wir uns alle einig wären, diese Generalverarsche nicht mehr zu wollen. Die Wahrheit ist: Die haben mehr Schiss vor uns, als wir es vor ihnen haben müssten!!!
 
Dass es klappen kann, zeigen uns die Beispiele aus der DDR und der Sowjetunion, wo scheinbar unüberwindbare Machtapparate von einer kritischen Masse von friedlich und gewaltfrei protestierenden Menschen als Ansammlung von vor Angst schlotternden, alten Herren demaskiert wurden. Diese Reiche, die jahrzehntelang das Weltgeschehen mitbestimmten, und uns "gegeben" vorkamen, verschwanden binnen e i n e s Jahres!!!! wie Schnee an der Frühlingssonne, weil es genügend Menschen gab, die die Faxen dicke hatten, und den Wechsel wollten.
 
Erinnern wir uns auch an die occupy-Bewegung. Vor ein paar Jahren protestierten die Menschen zu Mass gegen den Kapitalismus in fast allen Großstäten der kapitalistisch organisierten Welt. Ich konnte den Angstschweiß von Merkel und co förmlich riechen. Und was machen diese Knallchargen (Politiker)? Sie solidarisieren sich mit occupy und sagen, sie selber seien ja auch gegen den Raubtierkapitalismus! Tri Tra Trullala, der Kasper, der ist wieder da! Leute: Politiker brauchen Mehrheiten. Und die occupy-Leute waren eine Mehrheit. Um Gottes Willen doch keine Mehrheit verschrecken!!!!! Die Politiker sind abhängig von uns (Mehrheiten), auch wenn es uns oft genug anders herum erscheint. Und sie selber haben keine reale Macht, sondern sind Marionetten der Wirtschaft. Dass die occupy- Leute heute allerdings kaum noch von sich reden machen, ist traurig genug. Es war eine Bewegung mit Potenzial.
 
So, jetzt habe ich genug geschwafelt. Auch ich glaube Jan van Helsing nicht alles blind. Im hinteren Teil des Buches wird es dann auch für mich zu krude, aber vielleicht bin ich auch noch nicht reif dafür. Besagtes Buch heißt jedenfalls: "Geheimgesellschaften 3, Krieg der Freimaurer".
 
Ich empfehle außerdem den Film "Zeitgeist" von Peter Joseph. Gibt's auf youtube auch in 'ner deutschen Fassung. Und wenn ich hiermit meinen Ruf auf e-stories endgültig ruiniert habe, ist mir das auch egal. Im Zweifelsfall sag ich dann immer: Ist als Satire zu verstehen! Oder: Ich bin verrückt, wisst ihr doch! Oder: Ich bin halt einer der vielen jungen Menschen, die auf Verschwörungstheorien reinfallen. Sucht euch was davon aus. Im Zweifelsfall hat diesen Text mein anderes Ich hervorgebracht. Mein Name ist Hase. Liebe Grüße, Patrick


© by Patrick Rabe

November 2015, Hamburg

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.11.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Patrick Rabe:

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Gottes Zelt: Glaubens- und Liebesgedichte von Patrick Rabe



Die Glaubens-und Liebesgedichte von Patrick Rabe sind mutig, innig, streitbar, vertrauens- und humorvoll, sie klammern auch Zweifel, Anfechtungen und Prüfungen nicht aus, stellen manchmal gewohnte Glaubensmuster auf den Kopf und eröffnen dem Leser den weiten Raum Gottes. Tief und kathartisch sind seine Gedichte von Tod und seelischer Wiederauferstehung, es finden sich Poeme der Suche, des Trostes, der Klage und der Freude. Abgerundet wird das Buch von einigen ungewöhnlichen theologischen Betrachtungen. Kein Happy-Clappy-Lobpreis, sondern ein Buch mit Ecken und Kanten, das einen Blick aufs Christentum eröffnet, der fern konservativer Traditionen liegt.

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