Andreas Vierk

Am Waldrand




Flügel aus Schatten, Schwingen aus Weh
sinken in Brunnen, treiben im See.
Vögel, verstümmelt, Flanken sind rot.
Bodennah Böen künden vom Tod,
singen von Trauer, von Mutter und Kind,
Stimmen und Schauer, die beben im Wind.
Einsamer Kuckuck, schweigst du im Wald?
Wind fegt die Äste, Regen fällt kalt.
Zerbissener Mund, warum sprichst du kein Wort?
Blutiger Tropfen, Wind blies ihn fort.
Brücken aus Asche, schneeiges Tor,
hölzerne Pflöcke und Kreuze davor.
Rispen und Blätter flüstern noch leis‘.
Federn von Engeln, Schollen im Eis.
Träge, die Welle. Spiegel und Schnee,
Flügel aus Schatten, Schwingen aus Weh.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.11.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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