Ernst Dr. Woll

Die ganze Weihnachtsgans

„Kannst Du mir eigentlich auch raten,
wie kommen wir zu einem Gänsebraten?“
Fragt ein Schlaumeier nicht nur aus Jux,
den fürs Gänsestehlen bekannten Fuchs.
Ausgedacht hatte er sich einen Deal
mit bekanntem gemeinschaftlichen Ziel,
auf das sich Weihnachten vieles richtet,
weil da keiner gern auf eine Gans verzichtet.
 
Der Fuchs, als schlaues Tier bekannt,
findet diese Frage auch gleich interessant,
er meint jedoch bedenklich, so nebenbei,
dass ihm an einer ganzen Gans gelegen sei,
schon seine Vorfahren hätten ihm verraten
diese sei bekömmlicher als nur ein Braten
und als Fachmann erkläre er sich jederzeit
für den Einbruch in den Gänsestall bereit.
 
Dieses Bekenntnis wollte der Mann ja hören,
er ließ den Fuchs auch sofort schwören,
nichts zu verpetzen, er bleibe außen vor,
nehme die Tiere in Empfang vorm Tor.
2 Gänse müsse er allerdings bringen,
er könnte ja seine Gier nicht bezwingen,
würde bis auf die Federn alles auffressen.
Er selbst kann nur edle Fleischteile essen.
 
Diese Diskussion fand der Fuchs gemein.
Er ließ sich auf dieses Geschäft nicht ein.
Gefahren würden allein bei ihm hier liegen,
während die Dealer oft keine Strafe kriegen.
Sie können sich immer damit rausreden,
sie hätten ja niemand ums Stehlen gebeten
und der Dumme ist, das steht fest,
der sich von Egoisten überreden lässt.
                                                                                                  E. W. 2015

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