Michael Reißig

Das Weihnachtsfest duldet keinen Aufschub

        - Kein Gedicht, keine Geschichte, sondern einfach nur so zum Lesen und Nachdenken-

Weihnachten, das Fest der Liebe und Wärme, die hoffnungsfroh in die Herzen der Menschen strömt, steht vor der Tür. Doch auf jenen Stationen, auf denen die Waggons für jene  Züge, die für die schier endlosen Fahrten in ein anderes Leben bestimmt sind, rangiert werden, scheinen die Lichter von Wärme und Hoffnung vermutlich erloschen. Die Flucht vor dem Damoklesschwert der Demut kennt nämlich keine Weihnachtsruhe, die Menschen vor einer ungewissen Reise in ein vermeintlich sinnerfülltes Leben, fernhält. Doch auch Menschen, die das unselige Hamsterrad unablässig gefangen hält, haben ein Recht, das Weihnachtsfest im Kreise ihrer Lieben zu feiern. Jedoch treibt dessen unscheinbarer Motor   Menschenfänger in jene schwarzen Klauen, die versuchen, das sich manchmal versteckt haltende, aber dennoch hell vom Himmel funkelnde Licht des Sterns von Bethlehem, in unzugängliche Welten zu verbannen.  Schon daher duldet das Weihnachtsfest keinen  Aufschub. Der im Stall von Bethlehem geborene Stern hatte uns Menschen auf Erden dieses Fest der Barmherzigkeit geschenkt.
Ein Geschenk, das wir auch künftig mit viel Liebe und Wärme in den Herzen hüten sollten, wie einst Mutter Maria ihr neu geborenes Söhnchen. Ansonsten grinst uns bald aus greifbarer Nähe der unbestechliche Vampir des Grauens ins Gesicht.

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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