Irina Möller

Weihnachten ist für alle da

Alle Jahre wieder:

Tannenduft und Lichterglanz, Weihnachtsmarkt und Schlittenfahrt.
Glockenklang und Weihnachtsstern - nun ist Weihnachten nicht mehr fern.
Die Reichen und die Schönen lassen sich verwöhnen,
Kaviar und Champagner fliessen in Strömen.
Wo legen wir unser Geld jetzt an?
Noch  ´ne Villa und noch  ´ne Yacht,
denn wir zeigen gerne unsre Macht.
Wir singen Hallelujah -
Weihnachten ist für alle da.

Weihnachten ist für alle da?
Auch für Eltern, die ohne Arbeit sind?
Für Kinder, die ohne Eltern sind?
Für Menschen, die ohne Obdach sind?
Für Tafeln, die ohne Essen sind?
Für Kleiderkammern, die ohne Kleider sind?

Grosse Kinderaugen fragen dich:
"Hat der Weihnachtsmann auch was für mich?"
Du sagst: "Ja, ja", denn Weihnachten ist für alle da.
Fremd im eignen Land - wer reicht ihm die Hand?
Alle strömen zum Gebet.
Ein Bettler mit seinem Hund vor der Kirche steht.
Drinnen singen sie das Lied von der "Heiligen Nacht",
in der der Stern von Bethlehem übers Jesuskindlein wacht.
Zum Schluss dann "Amen und Hallelujah"
Weihnachten ist für alle da.

Die Weihnachtsmesse ist  aus, nur schnell jetzt nach Haus,
zum Weihnachtsbaum und Festmenü, zu den schönen Geschenken.
An andres wollen wir jetzt nicht denken.
Ein Kind geht zu dem Alten,
"Bleib nicht hier im Kalten,
komm mit zu mir nach Haus, du siehst so traurig aus".

Entsetzen bei den Eltern "Wir leben in verschiednen Welten".
Sie haben auf der Spendengala "Brot für die Welt"
mit einem grossen Scheck ihr Gewissen ins Reine gestellt.

Mit großen Augen schaut ihr Kind sie an:
"Gute Christen wollt ihr sein?
ihr habt ein Herz aus Stein.
Mama und Papa - Weihnachten ist doch für alle da!"





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.12.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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