Hans Witteborg

So war es..so ist es


Im Kamin steckt Santa Klaas,
das liegt an seinem Bauch.
Mit Weihnachtsmann für ihn- das war ´s
er ist erstickt im Rauch.
Von nun an gibt ´s die Weihnachtsfrau,*
im Wechsel der Geschlechter.
Die Männer wissen ganz genau
dies ist doch auch gerechter

im Hinblick auf den Weihnachtskalender
vom Reifenhersteller Pirelli, der Models
auf der Kühlerhaube von Sportautos als
Weinachtsfrauen gekleidet abbildete.
Beine bis zum Hals...Methusaleme erinnern sich!


Weiße Weihnacht?

Der Schnee gehört zum Weihnachtsfest
daran haben wir uns Jahrhunderte gewöhnt
Darum fühlen wir uns von heutigen Winter verhöhnt
denn Schnee gibt ´s nicht – auch keinen kleinen Rest.

Kommt ´s daher, daß der Sinn der Weihnacht uns entfällt
und so der Winter stur vermeint
wozu dann weiße Weihnacht – reicht doch wenn die Sonne scheint!
Er sich aus diesem Grunde so verhält?

Vielleicht auch, daß das Datum willkürlich ward gewählt,
um heidnischen Gebrauch zu überdecken,
damit Christentum und andere Religionen nicht anecken?
Wenn dies dem Frieden diente ist die Geschichte gut erzählt!

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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