Inge Hoppe-Grabinger

Im Eis


Des Himmels Bläue spiegelt sich im Eise,
es ist noch dünn und niemand wagt sich drauf,
die Wolken sehn sich dort auf ihrer Reise
und eilen fort, denn niemand hält sie auf.

Der See, ganz grob vom Röhricht rings umgeben,
ist zugefroren ganz bis an den Rand,
hinweggefegt vom Wind ist alles Leben,
nur Federn retten sich im feuchten Sand.

Doch mitten in des Sees gebogner Weite
steckt fest im Eis ein junger weißer Schwan,
er biegt den Kopf ein wenig nur zur Seite,
weil er die Flügel nicht bewegen kann.

Es kreist sein Blick ganz langsam in der Runde,
als gälte es, noch vieles jetzt zu sehn.
Es ist für ihn die allerletzte Stunde;
ein Wind erlöst ihn im Vorüberwehn.

3. Januar 2016   (bei Minus l5 Grad)


 

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