Madelaine Kaufmann
Untergang
Untergang
Verstört verfliegt ein Vogelpaar,
ein Glänzen strahlt wie Silberhaar;
ein Himmel steht und ändert nicht,
ein Mann blickt starr ins Angesicht.
Ein Schatten schirmt die Lichter ab,
ein Toter fällt ins Lebensgrab,
die Sonne scheint so sonderbar,
ein trüber Blick wird nimmer klar.
Die Blume welkt, der Wind steht still,
als ob kein Ding mehr reden will.
Verstummt verhallt verhasstes Wort
Und nimmt die Achtung mit sich fort.
Ein Blatt fällt ab, die Welt entgleist,
im stillsten Tod ist sie vereist.
Nicht Feuer flammt durch’s Erdentor,
kein Requiem erklingt im Chor.
Kein Schnee bedeckt, kein Regen fällt,
so geht sie unter, diese Welt.
Der Mensch steht auf, er merkt es nicht,
er blickt nur starr ins Angesicht.
Madelaine Kaufmann
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.02.2016.
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