Patrick Rabe
Der nahe Gott
Du sahst ihn hoch im Richterstuhl und weit von dir entfernt,
du sahst ihn dich zerschmettern, so hast du es gelernt,
du meintest ihn zu kennen, der kein Erbarmen kennt,
der Sodom und Gomorrha nicht schont, sondern verbrennt.
Du hattest keine Hoffnung, du warst niemals genug;
Gebote einzuhalten, endete im Selbstbetrug.
Dein falsches Ich im Spiegel, es widerte dich an,
du glaubtest nicht, dass Liebe dich noch erlösen kann.
Du hattest Furcht vor Gott, um nicht zu sagen, Angst,
warst immer auf der Flucht, wenn du vor Strafen bangst,
kamst niemals ihm entgegen, die Leiter nicht hinauf,
es war ein armes Leben, ein hoffnungsloser Lauf.
Doch dann nahm Gott die Binde von deinen Augen fort,
und zeigte dir Jerusalem, den grünen Segensort.
Er war vor deiner Haustür, und Gott dein Tischgesell,
das Licht der Gnade macht dein Herz nun endlich wieder hell.
Du musst nicht höher klettern, um Himmelslicht zu seh'n,
dein Gott, er wagt den Abstieg, wird dir entgegen geh'n.
Mein Kind, du bist gerettet, er liebt dich ohne Grund,
und macht dir Herz und Seele und Geist heil und gesund.
Die Stürme sind vorüber, du lachst und tanzt erneut.
Kannst sicher sein, dass Jesus sich an dem Kind erfreut,
das er gerettet eben vorm tödlichen Schafott.
Er ist kein ferner Richter, er ist der nahe Gott.
© by Patrick Rabe
Do, 18. Februar 2016, Hamburg
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.02.2016.
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