Rani Michels

16 und 24

Vor langer Zeit, da lebte einmal, 

in einer Welt, so lieb und fein, 

ein kleines Mädchen, das war fatal. 

In dieser Welt voller Trug und Schein. 

 

Sie war frohlockt und naiv. 

Mit allen wollt sie sich gut vertragen. 

Es würde alles laufen schief, 

das wagte die Gesellschaft, ihr zu sagen. 

 

Ein junger Mann, mit blauen Augen, 

verliebte sich gedankenlos. 

Das kleine Mädchen begann ihn zu verzaubern, 

und so bewegte sich das kleine Floß. 

 

Die Meute aber, sie griff das Ruder. 

Beschimpfte das kleine Mädchen, als kleines Luder. 

Der junge Mann, er war zu alt.  

Das war alles, was für die Gesellschaft galt. 

 

Der junge Mann war wie gelähmt. 

Die Gesellschaft hatte ihn nun gezähmt. 

Das kleine Mädchen kämpfte weiter, 

und balancierte auf dieser gefährlichen Leiter. 

 

Die Nachbarin, sie rannte geschwind, 

um den Eltern zu verkünden, 

dass ihr Sohn ging mit einem Kind. 

Für sie all: eins der sieben Sünden. 

 

Der junge Mann, er wusst noch nicht, 

dass ihm genommen würde die rosa Sicht. 

Vater und Mutter hielten eine harte Rede. 

Er wusste sich nicht zu retten aus dieser Fehde. 

 

Als Kinderschänder nun betrachtet 

und von einigen sogar verachtet, 

fasste er den Entschluss, 

dass er nun machen würde Schluss. 

 

Der beste Freund hätt' ihn eines Besseren belesen: 

Das würde er dem kleinen Mädchen sagen. 

Von den niederträchtigen Wesen, 

würde er nicht zu erzählen wagen. 

 

Das Herz wurde ihm allzu schwer, 

innerlich geworden ja gar so leer. 

Die erste Lüge kam nun auf, 

und das Spiel nahm jetzt seinen Lauf. 

 

Gebrochen war der junge Mann 

und sagte nun, dass er nicht kann. 

Die Panik stieg in ihm auf 

und das Drama begann seinen Lauf. 

 

„Ich kann nicht, ich kann nicht“, so sprach sein Verstand, 

sein Herz hingegen, klopfte im bebenden Land. 

Er wollte nicht weg, konnte nicht bleiben, 

seine Gefühle der Gesellschaft erst recht nicht zeigen. 

 

Verstand und Gesellschaft hatten sich verschworen, 

die beiden jungen Herzen waren füreinander verloren. 

Sie würden niemals mehr finden zueinander, 

so gingen sie den Weg entfernt voneinander. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.02.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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