Gabriele Textor
Müllers Ruh
Müllers Ruh
Sternenstaub, Sternenstaub.
Armes Kind
im Gartenlaub.
Hatte sich versteckt,
doch nun ist's weg.
Man suchte es und suchte es.
der Müller,
der verfluchte es.
Gebt endlich Ruh! So blökte er.
Doch Mutter weinte um so sehr.
Müllers Ruh, Müllers Ruh.
Blökt der Alte,
tritt die Kuh.
Tritt ihm auf den Fuß,
bald wird er Mus...
Edelstein, Edelstein,
sprach die Mutter,
der ist fein:
Könnst mir einen geben.
Könnt mich dran gewöhnen.
Mütterlein, Mütterlein,
sprach der Müller:
Er ist dein.
Warf den großen Hinkelstein
der Mutter an das hint're Bein.
Müllers Frau, Müllers Frau
musst dran glauben
im Morgentau.
Ihr Mann, der hatte sich versteckt
und bald schon war er weg.
Sternenstaub, Sternenstaub.
Totes Kind
im Gartenlaub.
Der Müller hatte es versteckt,
doch alles wird entdeckt.
Müllers Ruh, Müllers Ruh.
Einer macht
die Tür noch zu.
Müllers Frau im Grab schläft selig.
Der Müller, der sitzt ewig...
Und einst fliegt er
zu den Sternen rauf.
denn bald schon
ist auch er nur Staub...
Vorheriger TitelNächster TitelIch lebe - wie viele Andere - mein absurdes Leben... Warum also keine absurde und "zusammengereimte" Geschichte (die mir schon am 6.9.2013 in den Sinn kam)? Edgar Allan Poe hätte vielleicht seine Freude daran gehabt. ;) ... oder auch eben nicht. - Ach, wie unheimlich blöd doch alles sein kann, auch so ein Gedicht.Gabriele Textor, Anmerkung zum Gedicht
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.03.2016.
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