Michael Steinhoff

Raubritter - Steuern

Es ist in Deutschland noch bekannt,
der gute alte Ritterstand,
der Kaiser, König Treue schwor,
und Vorrecht sich dafür erkor.
 
Doch das ist lange nun schon her,
heut gibt es keine Ritter mehr,
die Landesherrschaft treulich dienen.
Heut geht es nur noch um Tantiemen.
 
Die Ritter nennen heut sich Broker,
und haben einen Vorrecht-Joker,
zu zieh’n aus Tasch’ vom braven Mann,
das Geld, das der durch Fließ gewann.
 
Und unsre maue Staatsregierung,
erfüllt nicht ihre Pflicht zur Führung;
zieht Reichtum nicht zu Steuern ran,
nimmt Steuern nur vom braven Mann.
 
Und fördert neu - Raubrittertum,
wovon man dacht’, die Zeit sei um,
für Beutelschneider insgemein.
Ich frage mich: wie kann das sein?
 
Sie fördert Geldverkehr Global,
Gerechtigkeit scheint ihr egal;
Sie toleriert Finanzweltblasen,
lässt Steuern frei in die Oasen.
 
Obwohl es doch so einfach wär’,
zu lenken den Finanzverkehr,
durch Einheitssteuern für Vermögen;
das Volk hat sie gewählt deswegen.
 
Im einheitlichen Euroland
wär’ es doch sicher keine Schand’,
das Steuerrecht gerecht zu fassen,
Oasen austrocknen zu lassen.
 
Die Säckel der Finanzminister,
wär’n voller als beim Kirchen-Küster,
Soziales, Schulen und so weiter,
in Euro-Ländern wär’n gescheiter.
 
Auch Rentner kämen nicht so knapp,
dass sie noch spar ’n müssten für’s Grab,
und auch das schöne Griechenland,
ständt nicht mehr an der Prangerwand.
 
Kieselstein  03/2016
 
Anmerkungen:
Der Pariser Ökonomieprofessor „Thomas Piketty“ hat in seinem Buch „Das Kapital im 21. Jh.“  die Mechanismen der Finanzkrisen des 19. und 20. Jh. analysiert und daraus Auswege aus der Spirale der „Ungleichheit der Einkommens- und Vermögensentwicklung im 21. Jh.“ abgeleitet. Habe es gelesen und bin zu obigen ‚Kieselsteins Halbwahrheiten’ gelangt.
 

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