L I C H T B L I C K



allmählich
schwindet die LEEERE
denn ich fühle
fühle wieder
den schmerz
ihren schmerz
den schmerz der leere

ENDLICH
endlich fühle ich wieder
fühle die stunden
fühle den tag
fühle das jahr
das vorbeizieht
...scheinbar
...sinnlos
vorbeizieht

es gibt einen SINN
ich fühle wieder
ich lebe wieder
ich sehne mich wieder
vielleicht
hoffe ich wieder

und vielleicht
beginne ich
langsam
allmählich
zu begreifen

dass das LEBEN
dass MEIN leben
gelebt werden muss
geliebt werden muss
genossen werden muss
erlebt
werden muss

e r l e b t
wird

von
M I R


ph 5/o4


aus der serie ‹trennungs-schmerz›
beginn und index dieser serie: gedicht ‹LEBEN....verlieren›
vorhergehendes: ‹Am SARG der liebe›
folgendes: ‹GEWINN>
K.N.Klaus Hiebaum, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.05.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Den Wind jagen: Haiku von Heike Gewi



Alle Haiku-Gedichte in "Den Wind jagen" von Heike Gewi sind im Zeitraum von Januar 2008 bis 2012 entstanden und, bis auf einige Ausnahmen, als Beiträge zur World Kigo Database zu verstehen. Betreiberin dieser ungewöhnlichen Datenbank ist Frau Gabi Greve. Mit ihrer Anleitung konnte das Jemen-Saijiki (Yemen-Saijiki) systematisch nach Jahreszeitworten für Bildungszwecke erstellt werden. Dieses Jahr, 2013, hat die Autorin die Beiträge ins Deutsche übersetzt, zusammengefasst und in Buchform gebracht. Bei den Übersetzungsarbeiten hat die Autorin Einheimische befragt und dabei kuriose Antworten wie "Blaue Blume – Gelber Vogel." erhalten. "Den Wind jagen" heißt auch, Dinge zu entdecken, die sich hoffentlich nie ändern. Ein fast unmögliches Unterfangen und doch gelingt es diesen Haikus Momente und zeitlose Gedanken in wenigen Worten einzufangen und nun in dieser Übersetzung auch für deutschsprachige Leser zugänglich zu machen.

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