Hans Witteborg

Selbstreflexion


Drei Äffchen, Elfenbein geschnitzt,
durch deren Gestik wird es klar,
was Weisheit ist und stets auch war.
Sind nur die Affen so gewitzt?

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.
Verschlossen Ohren, Augen, Mund
tun sie der Asiaten Weisheit kund.
Für uns im Westen ist das schwer zu ertragen!

Wir reden gern und schwätzen,
verkünden Meinung ohne Wissen,
langweilen uns, wenn wir zuhören müssen.
Nur eig´ne Meinung, die wir schätzen.

Ich rede nur von anderen Menschen
nicht von mir.
Für mich gelten die Affenregeln nicht
ich gehe mit mir auch nicht ins Gericht.
Mein Selbstverliebtsein ist nicht das vom
Affentier

Und wer mich dessentwegen schilt, gar schrill,
und meint ich setz mir Läuse in den Pelz,
ich sagte doch, den hab´ ich nicht. Ich bin ein Fels!
Stürz mich hinab wann ich es will!

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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