Andreas Vierk

Drei Küsse





Dein erster Kuss schmeckt nach Pistazie,
und deine Schulter will an meiner blauen.
Du, ich bemerk‘ in deinen Augenbrauen
Eichhörnchens Wendigkeit und Grazie!
 
Lass ab von mir wenn die Libellen sirrn
und Buchengitter ihre Schatten weben.
Schon will der Nachmittag den Bussard heben,
und ein Geheimnis wacht in deiner Stirn.
 
Du wirst so irreal in Lichtes Schräge,
dort, wo der weiße Span so bitter küsst.
Noch ist nicht Abend über deinen Wangen.
 
Im Wind verweht die ferne Motorsäge
den Späherblick auf seinem Holzgerüst.
Kann ich noch einen Kuss von dir empfangen?

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.10.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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