Hans Witteborg

Mir ist alles nicht recht

Mir ist alles nicht recht!

 

Der Wettergott versucht zu schönen,

was im Oktober er hat angestellt.

Mit ein paar Sonnenstunden will er uns versöhnen,

schenkt uns ´ne Stunde mehr,

damit sich unsere Miene schnell noch aufgehellt.

 

Daß ich nicht lache,

eine Stunde Dunkelheit nun mehr!

Der pure Hohn ist ins Gesicht geschrieben!

Verachte längst der mißgelaunten Götter Heer,

die Götter, die nur Kurzweil mit den Menschen trieben.

 

Geklaut – geschenkt, die Stunde „fecit homo“.

So muß der Göttervater mich erinnern.

Er spricht für alle Himmlischen „pro domo“.

Ihn kümmert nicht des Dichterleins Gewimmer.

 

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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