Karl-Heinz Fricke

Eine Gottesgabe


Der alte Pastor Birkenhain
war’s müde ganz allein zu sein.
Er bracht' ein süßes Kätzelein,
in sein vereinsamt trautes Heim.

Bemuttert wurd das süße Tier,
ihr Schnurren wurde sein Pläsier.
Doch eines Tages - ach oh Graus
da lief das Tier zur Tür hinaus.

Als Muschi nicht mehr wieder kam,
begann er es zu suchen dann.
Dann sah er es erschreckt und bang
in einer Pappel jung und schlank.

Besorgt und sehr betrübt im Sinn,
da lief er zu dem Bäumchen hin
und schüttelte den dünnen Stamm
und hoffte, dass sie runter kam.

Vergeblich war jedoch sein Müh'n,
da lief er schnell zum Hause hin.
Ein langer Strick war schnell zur Hand,
den er geschickt ums Bäumchen band.

Befestigte den Strick behend
und knüpft es an sein Autos End.
Und sieh, die Pappel beugte sich,
das musste klappen sicherlich.

Es war zuviel dem schwachen Strick,
das Bäumchen sauste wild zurück.
Das arme Tier kam fliegend an,
bei einem Mädelchen im Tann.

Es nahm das Kätzchen auf den Arm,
denn Katzen sind ihr großer Schwarm.
Da sagte ihre Mutter ihr:
"Du darfst nicht haben dieses Tier".

"Der Himmel hat es mir geschenkt,
und Gott hat es mir zugelenkt.
Denn hoch vom Himmel kam es her,
gewisslich ist das keine Mär".

Der Pastor, der es dann erfuhr,
der betete und sagte nur:
"Was du vollbracht ist wunderbar,
ein Wunder hier auf Erd' geschah !”

Karl-Heinz Fricke   10.11.2016

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