Marlene Remen

Die Winter unserer Kindheit (Freie Prosa)

FÜR   MEIN   LIEBES   SCHWESTERLEIN

Sahst du die Schwalben sich formieren, sie zogen fort, dem Süden zu.
Das bunte Laub an Bäumen, Sträuchern, schon längst verdorrt und weggeweht.
Wie sahn die Bäume traurig aus, die kahlen Äste konnt man sehn
Auch Blumen blühten nun nicht mehr, der Garten sich nun schlafen legt.
Soviel geschafft, das ganze Jahr, nun hat er Zeit, sich auszuruhn.
Bis ihn der Frühling wieder weckt, bis dahin braucht er gar nichts tun.

Die Tage schienen immer kürzer, sehr früh kam schon die Dunkelheit.
Und auch die Nächte wurden kälter, auf allen Dächern Rauhreif lag.
In unserem Bett war es schön warm, ein heißer Ziegelstein sorgte dafür.
Eisblumen am kleinen Dachfenster waren und die Sterne strahlend hell.
War dann der erste Schnee gefallen, gab es für dich kein Halten mehr.
"Komm, laß uns einen Schneemann bauen, riefst du und freutest dich gar sehr.

Kälte und Schnee waren mir zuwider, doch ging ich mit, hat keine Wahl.
Der Schneemann sah sehr lustig aus, mit seiner roten Mohrrübennas.
Aus Kohlestückchen war sein Mund und auch die Augen, welch ein Spaß.
Du holtest dann den Schlitten raus und schon warst du hinaus zur Tür.
Hörtest nicht mehr, wie Mama rief : "Zieh Handschuh dir und Mütze an !"
Erst in der Dämmerung kamst du heim, die Löckchen feucht und Wangen rot.
Hieltest Mama dann die Hände hin und sagtest : "Mama, ech hann kahl Nöch (Hände).

Fortsetzung folgt morgen, ist sonst zu lang........

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.11.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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