Christa Katharina Dallinger

Der Bettler und das Christkind

Das allerletzte Streichholz, es geht aus.
Der Bettler, er hat kein Zuhaus.
Sein Christkind steht vor keiner Tür.
Es weiß auch keine Lösung dafür.
 
Der Herrgott wärmt heut unsere Herzen.
In all den Stuben brennen festlich die Kerzen.
Doch das Christkind lässt uns alle warten.
Es denkt und grübelt im himmlischen Garten.
 
Das letzte Streichholz, es ist ausgegangen.
Verzweifelt reibt der Bettler seine Hände.
Sein Traum: Die eigenen vier Wände,
wärmende Kerzen und keinerlei Bangen.
 
Das Christkind, es hat nur ein Verlangen.
Der Bettler, er braucht ein Zuhaus.
Alle feiern sie in Saus und Braus.
Keiner sieht die blassen, kalten Wangen.
 
Das Christkind, es muss handeln.
Im himmlischen Garten könnte er wandeln.
Dann hätte der Bettler ein Zuhaus,
und das wärmende Licht ginge auch nie aus.
 
So lässt das Christkind uns alle allein.
Denn den Bettler führt es endlich heim.
Und lesen wir diese Geschicht’,
vermissen wir unser Christkind heuer nicht.
 
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.12.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Autorin, geboren 1960, wohnt im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen/Hessen/Rheinland-Pfalz. Erst spät hat sie ihr Talent zum Dichten entdeckt und ihre Gedanken und Erfahrungen zusammengetragen. So entstand eine Gedichtsammlung, an der die Autorin gerne andere Menschen teilhaben lassen möchte, und daher wurde der vorliegende Band zusammengestellt.

Das Leben ist zu kurz, um es mit Nichtigkeiten zu vergeuden oder um sich über die Schlechtigkeit der Welt allzu viele Gedanken zu machen. Wichtig ist, dass man sich selbst nicht vergiften lässt und so lebt, dass man jederzeit in den Spiegel schauen kann.

In diesem Sinn denkt die Autorin über Natur, Naturereignisse und ihre Lebenserfahrungen nach. Dem Leser wünscht sie eine positive Lebens-einstellung, viele gute Gedanken und Freude an der Lektüre.

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