Christina Gerlach-Schweitzer

Die Leben der Anderen

Vierzig Kinder hast du geboren, gesäugt und gepflegt
erzogen, geduldet und alle gehegt.
Die Lieben, die Süßen, die Putzigen, Kleinen,
die Dicken, die Schlauen, die Trägen und Feinen,
tapsig, froh, voll Wissbegier,
lebensfrohes Junggetier.
So gute Qualität wird gerne gewählt
und dann von Forschern totgequält.
Sie werden in Tierversuchen vernichtet,
dann wird ganz sachlich darüber berichtet.
Die Qualen der Tiere sind nicht interessant,
bedeutsam ist nur, was der Forscher rausfand.
Vergiftet, gepeinigt, verätzt,
verbrannt, gestresst und verletzt,
als Labortier missbraucht, als Labortier missachtet,
wer nicht im Versuch stirbt, wird trotzdem geschlachtet.
Sie nehmen so gerne die sanften, die weißen,
weil die sich kaum wehren und weniger beißen.
Nichts für Sensibelchen sind die Labore,
Zutritt verboten und eiserne Tore.
Weil es politisch kaum interessiert,
wird das Leid von Versuchstieren oft ignoriert.
Doch der Tierversuch ist, vom Tier aus gesehen
ein unrechtes Täter-Opfer Geschehen,
respektlos und unethisch, inhuman,
der Menschenkarrieren befördern kann,
obwohl er nicht wirklich valide ist,
was man zu häufig ganz gerne vergisst.
Auch wenn man sich hohe Gewinne verspricht,
die Leben der Andern gehören uns nicht.

Gebt Gelder nur für Wissenschaft,
die ohne Qualen Wissen schafft.
Forscher, gebt endlich die Tiere frei,
Tierversuche sind Tierquälerei.
Bei Müttern der Tierversuchstiere hier
entschuldige ich mich als Mensch dafür.
Was wir ihren Kindern in Laboren zufügen,

kann wahrer Menschlichkeit nicht genügen.
Niemand hat das Recht, Versuche an Tieren,
an wehrlosen Opfern durchzuführen.
Wie kann es bloß bis heute geschehen,
dass wir die Seelen der Tiere nicht sehen.

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