Annelie Kelch

Aschetag - Aschermittwoch

Heut' Aschetag: Nun büßet und bereuet
und hüllet euch in Sack und Asche,
das macht rein. -
Drei Bissen Brot
und drei Schluck Wasser
respektive Bier
sind nicht genug
für korpulente kleine Sünderlein?

Ab 1468 durfte man auch von der Kuh …
kein Fleisch, doch immerhin
den Käse und die Milch.
Die strengen Bräuche überschritt
so mancher 'Knilch';
zum Fasten braucht der Mensch
Genügsamkeit und Disziplin.

Am Aschermittwoch gab 's
ein letztes Mal Gelage:
Ein Schnaps sollte die Mückenplage
bannen, Bier die Gerste heben,
und Fisch, da er nicht blute,
hoffnungsfroh beleben.
Gib acht, mein Fischlein,
in dem Bächlein helle
zuckt des Fischers Rute.

Dann kommt der Priester, streut
dir Asche von 'nem Ölzweig
auf die Stirn, befiehlt dir, dran zu
denken, dass man dich aus Staub gemacht.
Ich höre? - Wer hat hier zu früh gelacht?
Wer jetzt schon lacht,
wird aufs Schafott gebracht!

Bald kommt 'Laetare', dann dürft ihr
euch freuen, Leute.
Dann zeigt der Priester euch
die goldene Rose als das Sinnbild Christi.
So mancher kleine Bub macht sich vor
Spannung in die Hose.
Ist alles menschlich,
wichtig war, dass man bereute.

Die Hälfte aller Fastenzeit ist nun vorbei,
Besinnung, Trauer bleiben auf der Strecke.
Ich möchte manchmal, dass man
Jesus Christus auferwecke,
damit 's ein Ende hat
mit Götzen und Abgötterei.

 

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