Andreas Vierk

Im Urwald




 

Ich habe Schlüssel dunkelgrüner Türen,

und wie’s dem Heuschreck, der von Hand zu Hand,

von Blatt zu Blatt, vom Blick zum Sonnenrand,

gelingt, sich grün durch uns hindurch zu spüren,

 

als klängen wir in seinem Madrigal,

so schwindet manchmal jede Industrie

zergeht zu Schaum vor reiner Empathie.

Nur du, Zerpulste, schließt mir dein Portal.

 

Vielleicht brauch ich das Bittere zum Leben,

und Süßes trägt es nur im Nachgeschmack.

Vielleicht gelingt es mir nur so zu beben:

 

Nur Holz zu sein, nicht Hand und nicht die Saiten,

Zikade oder Frosch im grünen Frack,

nur Melodie und Blutrausch in den Weiten.



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.03.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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