Heinz-Walter Hoetter

Mein Lieblingsbaum

Im kühlen Schatten des Sommers heißer Tagesstunden,

habe ich unter meinem Lieblingsbaum Ruhe gefunden.

 

Ich saß verträumt auf einer Bank, die unter einer Linde stand,

als am fernen Horizont der letzte Sonnenstrahl verschwand.

 

Vor meinen jungen Blicken schwebten die Bilder der Fantasie,

den Platz unter meinem Lieblingsbaum, den vergesse ich nie.

 

Im Frühling sprossen an seinen Zweigen zartgrüne Triebe,

die ich so oft schweigend bestaunte, aus tiefster Naturliebe.

 

Im Sommer stand mein schöner Lindenbaum in grüner Pracht,

und wie oft habe ich unter seinem weiten Blätterdach gelacht.

 

Im Herbst fielen die Blätter, auch bei meiner Linde Majestät,

dann saß ich auf der Bank, von ihrem bunten Laub übersät.

 

Aber irgendwann, da zog es mich hinaus in die weite Welt,

und ich vergaß meinen Lieblingsbaum unterm Himmelszelt.

 

Eines Tages aber hielt ich ein altes Foto von früher in der Hand,

mein vergessener Lieblingsbaum sich auf diesem Bild befand.

 

Mein Gemüt war tief bewegt und still stand ich schweigend da,

und auf einmal war mir so, als wäre es die Linde, die mich sah.

 

In Gedanken wanderte ich zurück an den stillen Platz der Linde,

und im Geiste sah ich das geschnitzte Herz in ihrer alten Rinde.

 

Doch meine Linde, die gab es leider schon lange nicht mehr,

an dem Ort, wo sie einmal stand, führt jetzt eine Autobahn her.

 

In meinen Erinnerungen wird mein Lieblingsbaum immer sein,

unter der Linde, da fing ich einst all meine jungen Träume ein.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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