Hans Witteborg

Griesgram

Griesgram grau erscheint die Welt

muffig, launisch, ungerecht.

Es gibt wenig, was gefällt.

Griesgram redet alles schlecht.

 

Warum also dort verweilen,

Orte, Menschen, die missfallen

lieber anderswo hin eilen,

wo ´s nichts gibt von diesem allen!

 

Griesgram aber kam ins Grübeln.

Alles auf dem Prüfstand war,

doch das größte von den Übeln:

überall war er schon da!

 

Die Erkenntnis hat getroffen,

Griesgram griff zum Alkohol,

trank bis er sich tot gesoffen

und jetzt hat er Frieden wohl.

 

Auf dem Grabstein stand geschrieben,

was Griesgram nie geduldet hätte,

Du sollst den Nächsten UND dich lieben“

Hätt´ er ´s getan - dann jede Wette

 

bestimmt lebte er auch heute noch

in einer froh gesell´gen Runde

und wär nicht in dem Erdenloch.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde!

 

 

 

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Buch von Hans Witteborg:

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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