Inge Hoppe-Grabinger

Das Spiel des Königs


Es war ein König, noch jung und reich, dem starb die Mutter, alt und bleich.
Doch eh sie starb, ließ sie ihn schwörn:"Es soll mich nie ein Spiel betörn!"

Der König vergaß den Schwur gar bald.Der Mutter Wunsch, es ließ ihn kalt.
Er spielte gern, er spielte oft, gewann auch viel, nicht unverhofft.
Das Schachspiel hat's ihm angetan, verfiel ihm gänzlich bis zum Wahn.
Das Leben sei's, ein Spiegel nur, genau so sei sie, die Natur!!!
So hat man schmeichelnd ihm gesagt. Er hat's geglaubt und nicht gefragt.

Der König spielte unentwegt, es blieb nur dies, was ihn erregt.
Die Stunden rannen, Tag und Nacht, um den Verstand hat's ihn gebracht.
Die Wörter, die man zum Leben braucht, vergessen, verworfen, abgetaucht.

Der König starb und hoffte nur dies, es stünde ihm offen: das Paradies.
Da ließ man ihn jedoch nicht ein, man ließ ihn jammern, zetern, schrein.
Nach einer halben Ewigkeit erschien die Mutter im Schimmerkleid.

"Mein Sohn, du hast so viel erreicht. Die Lösung ist gewiss ganz leicht!
Drei Fragen stell ich, antworte gleich: Dann siehst du den Weg ins Blumenreich!
Nenn mir drei Pflanzen, die hier blühn, nenn mir drei Tiere, die hier sich mühn,
nenn mir drei Sterne über dir, die schönsten und hellsten, des Himmels Zier!"

Es fiel dem König kein Name ein, man ließ ihn nicht ein  in den heiligen Hain.
Die Mauer so hoch, verschlossen das Tor, darüber der Himmel, ein Wächter davor.

Er grübelt und grübelt, in Wüste und Sand, von Sonne gedörrt, in  Dürre gebannt.
Und hat nunmehr unendlich viel Zeit für die Namen des Lebens in Ewigkeit.


3O. März 2o17






 

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