Ingo R. Hesse

F. O.

Wenn nicht nur Ei und Osterglocken

Und zuckersüße Häschen locken,

Wenn‘s noch nicht heiß und selten schneit,

Dann ist ja wohl die Oster-Zeit!

 

Dann denket nach so mancher Mann,

Wer Eier gut behandeln kann.

Wer macht sie rot, oder auch blau?

Färbt besser er ..oder die Frau?

 

Doch ist nicht nur die Farbe wichtig!

Wie lagert man die Eier richtig?

Wie bleiben sie noch lange frisch,

Wie wirken sie dann auf dem Tisch?

 

Soll man sie mit dem Messer quälen,

Oder mit den Fingern schälen?

Sind sie gesalzen delikat,

Wenn man sie in den Händen hat?

 

Braucht man ein Häschen noch dabei,

Das sanft umschließt ein jedes Ei?

Sieht‘s besser aus mit etwas Moos?

Braucht man Servietten für den Schoß?

 

Wo findet man die Osterglocken,

Die österlich beim Frühstück locken?

Man braucht doch eine schöne Sicht,

Da reichen bunte Eier nicht!

 

Doch Osterglocken soll man pflegen.

Nicht einfach auf das Tischtuch legen.

Nur unten feucht und oben wiegend,

Besser stehend und nicht liegend.

 

Auch soll man ja mit Blumen sprechen,

Damit mit Welken sie nicht rächen,

Dass man sie anderswo gepflückt,

Und jetzt hier in die Vase drückt.

 

Wenn Osterglocken, Häschen, Ei

Vielleicht noch ein Likör dabei,

Das Osterfest all so versüßen,

Gibt es zur Weihnacht nichts zu büßen!

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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