Paul Rudolf Uhl

MUTTERTAG

Nachdem ich über  siebzig bin -

erfahren -  vielleicht tadelnswert,

da kommt mir eines in den Sinn:

Hab ich Dich denn genug geehrt -

 

die Du mich einstens hast gebor`n?

Hab wild gedrängt aus Deinem Schoß

und Deine Wärme jäh verlor´n;

ich riss mich ungestüm wohl los…

 

Mit zwanzig war ich dann ein Mann,

ich fand ein Weib, ich war Soldat,

wurd‘ Vater selbst und zog sodann

in eine weit entfernte Stadt…

 

Besuchen konnte ich Dich nicht

so oft, wie ich es  hätt‘ gesollt.

Familie, Beruf, die Pflicht…

Und Du, Mutter, hast kaum geschmollt.

 

Schon dreißig Jahr‘ bist Du jetzt tot.

Ich spür in mir noch Deinen Sinn…

Bestimmt gibt es ein Morgenrot,

wenn ich dann wieder bei Dir bin…

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