Rainer F. Storm

DIE STREUOBSTWIESE

Dass vieles schon geschädigt ist
in unserer Natur,
ist sicherlich kein leerer Spruch -
verwaist manch´ Wald und Flur.

Doch gibt es noch die heile Welt,
dank mancher Offensive.
Das "Wunderland am Waldesrand" -
die "alte" Streuobstwiese.

Machs so wie ich und gönne dir
ein paar beseelte Stunden.
Nimm Platz am Busen der Natur -
versuch sie zu erkunden.

Im hohen Gras die Nesseln stehn -
zur Schmetterlinge Freude.
Der Buntspecht klopft am Birnenbaum -
die Made sucht das Weite.

In Reih und Glied stehn "Brettacher" -
versetzt die "Bittenfelder".
Im hohlen Stamm, da wohnt der Kauz,
der Star der Wettermelder.

Auf Erden, wie auch in der Luft,
ist mancherlei geboten.
Der Igel huscht zum Stapel Holz -
der Habicht kreiset oben.

Das Fallobst, das es reichlich gibt,
dient manchem Tier als Speise.
Drum wohnen in der "Unterwelt"
gar viele flinke Mäuse.

Für Wendehals und Wiedehopf
ist´s hier zu sein ein Segen.
Auch Schnecken trifft man vielerlei
nach einem warmen Regen.

Nicht zu vergessen ist das Obst
der wirklich alten Bäume -
das dich, verflüssigt hin zum Most,
bringt schnell ins Land der Träume.

Und noch einmal leih ich mein Ohr
dem wundersamen Treiben.
Das - ich nenn´s: "Sprechen der Natur",
lädt wirklich ein zum bleiben.

Beschützenswert ist allemal,
das Reich der Streuobstwiese.
Helft mit, dass sie noch lang besteht -
ein Stopp - dem der´s vermiese!



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