Bernhard Pappe

Der Drache und ich

„Töte ihn!“

So ruft es die erregt Menge mir zu.

„Töte ihn endlich!

Du bekommst ein güldenes Denkmal.

Es ist unser heiliges Versprechen.“

Warum den Drachen in mir töten?

Wer wird für mich einstehen in der Not?

 

„Töte ihn!“

So skandiert die Menge um mich herum.

Schreiend ihr Ruf: „Das bist du uns schuldig!“

Was schulde ich der Menge? – Nichts!

Was schulde ich dem Drachen in mir?  - Alles!

Ich zerbreche die Lanze, stecke zurück mein Schwert.

 

Ich besteige den Drachen, der schwingt sich empor;

kreisend über einer wutentbrannten Meute

erschaue ich, wie klein und unbedeutend die einengende Menge doch ist.


© BPa / 05-2017

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.05.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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