Thekla E. Morgenroth

Bal Folk

Der große Saal liegt im Dunkeln vor mir,

Lichterketten erhellen ihn schwach,

vorfreudiges Murmeln hier und da,

Erinnerungen werden wach.

 

Wie oft ich schon unter den Lichtern tanzte,

die Welt vergaß in ihrem Schein,

einst gebastelt von liebenden, fleißigen Händen,

uns allen Wegweiser zu sein.

 

Der große Saal wird langsam voller,

Umarmungen erfüllen ihn.

Geschäftiges Treiben auf der Bühne

weist auf gelöste Stimmung hin.

 

Dann erklingt der erste Ton,

noch schaut mein Blick sich suchend um.

Ich kann nicht schnell genug dort sein

und alles tanzt um mich herum.

 

Die Töne fließen und ich verlier

mich und alles im Takt der Musik.

Ich schwebe, ich fliege, ich fliehe

vor allem, vor mir und dem inneren Krieg.

 

Ich lasse mich treiben, bin doch ganz da

genieße Geborgenheit bei dir,

den Rhythmus, der stetig und kraftvoll klingt,

deine Arme, die sanft sind bei mir.

 

Deine Hand liegt auf meinem Rücken

und leitet mich, bis ich losflieg.

Gemeinsam schweben wir hinauf,

bis wir eins sind mit der Musik.

 

Ich spüre die Wärme und dich ganz nah,

gebe mich deinen Bewegungen hin.

Ich falle und lasse es zu mit dir

und weiß doch, wie sicher ich bin.

 

Denn schon ist es wieder still,

nur für den einen, kurzen Moment

halten wir uns in den Armen,

bevor der Applaus des Dankes entbrennt.

 

Dann ist die Magie des Moments vorbei,

doch viele Momente erfüllen den Raum,

verbinden sich zu einem großen Gefühl,

das viel mehr vermag als ein einzelner Traum.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Thekla E. Morgenroth).
Der Beitrag wurde von Thekla E. Morgenroth auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.06.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Beziehung möglich von Florentine Herz



Außen- und Innenwelt unserer Seele stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. Wir können untereinander so unerreichbar und uns doch so nah (zugänglich) sein! Verschwimmen die Grenzen von außerhalb/innerhalb nicht auf gewisse Weise? Denn wir erwarten, von außen, von der Partnerseite her, das zu finden, was in uns selbst fehlt. Wir erteilen uns Botschaften und dienen uns als Spiegelbilder. Wenn wir unsere Wahrnehmungen schulen, können wir viel von dem aufnehmen, was uns die Umwelt sagen will. Es gilt, sich mit seinen Ängsten und inneren Wunden zu arrangieren, um sich im Sein zu öffnen. Das Sein kann dann als Bindeglied vom "Ich und du" zum "Wir" zu verstehen sein.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Musik" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Thekla E. Morgenroth

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Menschennetze von Thekla E. Morgenroth (Familie)
Herbstmarsch von Adalbert Nagele (Musik)
Das was deine Augen von Marija Geißler (Menschen)