Hans Witteborg

Fehlplanung

 

Ein Mann vom Leben schwer gezeichnet,

hat sich ein Hanfseil angeeignet.

Er hat ´s geprüft, ob es auch hält,

wenn´ s mit Last zu Boden fällt.

Damit der Selbstmord auch gelinge,

knüpft er gekonnt die Henkerschlinge.

Die legt er sich um seinen Hals,

das hat geklappt schon jedenfalls!

Geeignet scheint der Apfelbaum

mit dickem Ast, der bricht wohl kaum.

Das End´ vom Seil ist schnell geworfen,

er hat die Gabelung getroffen.

So fällt das Seilende hernieder

Der Delinquent nimmt es dann wieder.

Er zieht daran, weil er dann denkt,

daß in der Höhe er bald hängt!

Doch vergeblich ist sein kräftig Ziehen

mag er sich noch so sehr bemühen.

 

Der Leser weiß, solch Unterfangen

bleibt schon im ersten Ansatz hangen.

Es scheitert a) an Vorbereitung

und b) an Klugheit in Begleitung

von c) wenn man sich selber henkt

man vorher alles recht bedenkt!

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.06.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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