Horst Fleitmann

Einsicht

Ein Mensch sinniert bei Wein und Bier
über so viel das ihm nicht passt.
Warum nur lebt er gerade hier,
er sieht sein Dasein fast als Last.

Nur allzu gern ist er bestückt
mit Reichtum und Annehmlichkeiten.
Würd's  fehlen ihm, meint er bedrückt,
kämen die größten „Schwierigkeiten“.

Der Mensch dem eigentlich nichts fehlt
der hat, sagt er, das Leben satt:
Er lebt im Schloß, es fehlt kein Geld,
es ist sein Geiz, ders in sich hat.

Tät er allein sich drauf besinnen,
was wirklich Wert hat auf der Welt.
würd freudig er den Tag beginnen,
wenn statt des Gelds die Liebe zählt.

Der Mensch soll geben mehr denn nehmen,
viel Liebe schenken Tag für Tag.
Zurück kommt stets davon im Leben
ein vielfach Mehr als man je gab.

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