Hans Witteborg

Ungewollt

 

Es war einmal ein Dichterling,

der sich im Netzwerk wirr verfing

er schrieb – es glühten fast die Feder

und Tastatur. Es sollt´ ein jeder

das lesen, wie mit Wortes-Macht

er öffentlich schlau nachgedacht.

So wurde mancher Geistesblitz

in den Gedichten eher zum Witz

Humor, das weiß ein Jedermann

wird applaudiert dem, der ihn kann

Bei bloßer Unfreiwilligkeit

ist man dazu nicht mehr bereit.

Der Dichterling darüber grübelt,

daß man sein Werk so sehr verübelt,

die Anerkennung ihm verwehrt

und in das Gegenteil verkehrt!

Er fleht die Dichtermuse an,

ob sie ihm hilfreich seien kann

ERATO schweigt. Ihm zum Entsetzen

Netzkommentare sein Werk zerfetzen.

Der Dichter – als ein Mann der Tat -

hat endlich für sich einen Rat.

Nicht stellt er ´s Schreiben ein, oh, nein

er macht es schlauer und gemein.

Er dichtet was das Zeug hergibt,

macht sich auch weiter unbeliebt!

Nichts Besseres kann ihm passieren

Kritik heißt: sich zu interessieren.

Und so – beim Barte des Propheten-

wird ´s Werk im Netz recht breit getreten!

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Buch von Hans Witteborg:

cover

Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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