Patrick Rabe

Mohnblume

 

Ich ging meinen Weg, mich führte mein Stern,

du standest am Rand, ich hatte dich gern.

Du blühtest so rot, der Wind ging so warm,

ich hielt dich für Stunden in meinem Arm.

 

Mohnblume, du blühst, blühst tief in mir,

Mohnblume, komm blüh, blüh, wenn ich frier.

 

Ich ließ dich zurück, ich lief in mein Leben,

ich bat dich, mir mein Lebewohl zu vergeben.

Ich folgte dem Stern und ich fand manches Gold,

vergaß auf dem Weg meine Mohnblume hold.

 

Mohnblume, du blühst, blühst tief in mir,

Mohnblume, komm blüh, blüh, wenn ich frier.

 

Doch dann kam die Nacht und mein Glück floh dahin,

verloren die Straße, zerbrochen der Sinn.

Ich folgte dem Pfad, doch es schien mir kein Stern,

ich spürte den Tod und den Teufel mich zerr'n.

 

Mohnblume, du blühst, blühst tief in mir,

Mohnblume, komm blüh, blüh, wenn ich frier.

 

Da standest du dann ganz plötzlich vor mir,

Glück meiner Jugend, am Wegesrand hier.

Da wusste ich, du bist es, die mir so fehlt,

und ich hab der Blume mich wieder vermählt.

 

Mohnblumenkind, blüh tief in mir,

sei mir mein Feuer, eh ich erfrier.

Wir kaufen ein Haus, eh die Kälte uns frisst,

wo du dann mein Schatz, meine Kornblume bist.

 

Mohnblume stand einst am Wegesrand,

sie war mein Glück, eh ich reiste durchs Land,

sie kehrte wieder, als ich fast abgebrannt,

sie ist die Liebe, die im Leben ich fand.

 

 

 

 

 

 

 

© by Patrick Rabe

5. August 2017, Hamburg.

 

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