August Sonnenfisch

Das Ebenbild, das vergessen und verdrängt ...




 
Das Ebenbild, das vergessen
und verdrängt,
dass es
ein Ebenbild Gottes

..................................................................................................................................................



Unser Land ist
an Gütern
ein reiches Land -
doch im Menschlich-Mitmenschlichen
ein gar ärm-
lich Gebild.

*
Große Geister sind von Wenigen nur
erlauscht und erforscht:

Geister wie Krishnamurti
(ein Philosoph, der zur Erfahrung
des Seins erwacht).

Geister wie Rosenberg aus Ohio
(ein Meister der Empathie).
Geister wie Byron Katie
(eine Weise der Wahrheit).
Geister wie Feldenkrais
(ein Dirigent dialogischen
Lernens im Leib)!


Und wer beachtet und achtet
den eigenen Odem,
das eigene Herz,
das eigene Fühlen und Denken,
die eigene Intuition? ...
Wir Vielen würdigen
uns selbst
kaum je eines Blickes.
Bekämpfen oder lieben wir doch
unsere Nächsten!

Und wir fiebern mit in den
Arenen des Sports,
sorgen uns um die
Medaillen und Tabellen
der Stars!

Den lieben langen Tag aber
malochen wir als
anachronistische Sklaven
der Moderne  
in Büro und Fabrik -
 nicht ohne pflichtschuldigst
zu gieren nach
Geltung und Geld.

Und wir süchteln
und sehnen
uns nach Ferien
von der Maloche-im-Innen und
der Maloche-im-Außen:
Pseudoferien an den Schirmen,
Pseudoferien
im Likör,
Ferien in der Ferne.

*
Denn wir lassen vom Mainstream
und von den Medien
uns führen und verführen:
diesen Tempeldienern
unserer Zeit.
Und diesseits der Werkstore,
sitzen wir fest
im äußeren wie
im inneren Stau.

***

 
Doch wenn wir erkranken
auf Leben und Tod,
dann legen dir deine Brüder und Schwestern
einen Stent oder
auch deren drei ...
in deine Arterien fürs Herz:
Göttern gleich
operieren und retten
sie dich - und du,
der du vom Tod schon gezeichnet,
magst weiter noch
unter uns weilen.

 
***
 
Unsere jungen MÜTTER jedoch
schuften ohne Entgelt
für ihre neugeborenen Kinder -
unsere jungen VÄTER hingegen
rackern für ein Entgelt
fern ihrer Kinder
in den Fabriken
- und unsere KINDER dümpeln als
Stiefkinder
dieser Zivilisation,
die voller
subtiler und offener Kälte!

Der TANZ ist zur
Gymnastik degeneriert ...
die ARCHITEKTUR verkümmert zur
Länge-mal-Breite-mal-Höhe-Banalität ...
die MEDIZIN verkommen
zur Logik und Logistik
von Wissen
und Technologie:
Arztgespräche von Mensch
zu Mensch
nur noch Geschichte!

Die DIALOGE DES SOKRATES
verdrängt
von Konkurrenz
und Korruption,
der Genius ihrer SYNTHESEN
verschütt vom
Kampf und Krampf um
Kompromisse!

***

 
Doch unsere Ernten an Korn:
ein einziger Mann fährt
über die Felder:
und schon ist's gemäht,
gedroschen die Frucht,
gebunden das Stroh!
Wo vormals vieler Hände
Fleiß und Geschick
vonnöten:
Ein Mann fährt allein über das Feld,
und binnen kurzem
ist getan,
was zu tun!

Geniale Maschinen,
erfunden
von uns Göttern auf Erden!


 ***

Unser Fokus aber liegt
auf dem Gestern,
und dem Morgen:
das Hier und Jetzt ist verwaist!

Unser Fokus liegt auf unseren
Produkten aus dem
Achtstundentag
in den Werken.
Vier der Stunden jedoch
reichten aus
für unser Dasein hienieden!
Wir sind dem Spiel der Götter,
der Kinder und Narren
entrückt!

Was kümmern uns
unsere  
Talente?
Fokusiert sind wir Vielen
auf ein Überleben im Stress ...
wie auf ein Leben als Pläsir, wenn's
in den Fabriken
und im eigenen Heim
denn vollbracht -
der Fokus der Wenigen aber liegt
im Mehren und
Vermehren
des Mammon.

Der innere
Mensch  
ist geopfert
auf den Altären vom Funktionieren
wie vom Mammon!

Die PRIESTERLICHEN KIRCHEN
phatamorgieren
uns als sündige Sünder,
die vom Karma der
Sündenkrankheit heillos befallen:
sie leugnen und
verleugnen
den Christus in uns -
wie auch die himmlische Liebe
der himmlischen Götter.

Manche der PHILOSOPHEN hingegen
sehen uns
als Ebenbild
himmlischer Götter!
Mit Potentialen,
die unerschöpflich!

Doch auch die SEELEN-ANALYSE VON FREUD
UND SEINEN JÜNGERN
- dieser säkularisierte
Abkömmling
priesterlicher Kirchen:

Sie ergeht sich in Schwarzmalereien:
deklariert sie unsere Seele doch
als heillos erkrankt:
als misshandelt und
missbraucht von
Familie, Kleinkindgarten und Schule!

Ergo scheint das Freud-sche
"Unbehagen an der
Kultur"
unumkehrbar.
Seine unendlichen Analysen nur Tropfen
auf den Schmerz
lechzender Seelen.
Ein Gang in die Essenz durch
Carl Gustav Jung
zu bedrohlich!

***

 
Doch das "World Wide Web":
dieses weltweit geniale Netz,
sendet uns Fakten
aus aller Welt
in Blitzesschnelle
in unser Zuhause:
Fakten der Macht - Fakten der Ohnmacht,
Lücken und Lügen und Lügeleien ...
Die Chinesen scheinen
uns nunmehr so nahe:
näher als Dänen und Franzosen ...

***

So ist unsere ZIVILISATION
reich an Gütern -
im Menschlich-Mirmenschlichen jedoch
ein gar ärm-
lich Gebild.

Und kaum eine Seele
realisiert,
was ist.

*
Doch ein jeder Mensch
- erkannt oder mitnichten erkannt -
ist ein Eben-
bild Gottes:
ergo das TALENT,
sich zu freien aus
der Depression und dem Krampf
eines kirchlich
sündigen Sünders in Scham
und in Schuld -
sich zu freien aus der Depression
und dem Krampf
eines Achtstundentags
sowie eines Ewig-Nicht-Gut-Genug
unter der Messlattengeißel
einer weltlich
allgegenwärtigen Norm!

Fühlen wir den Schmerz und die Wut;
fühlen wir sie aus
in den Räumen unserer Seele!


Ein jeder Mensch ist ein
Ebenbild Gottes:
ergo die POTENZ,
Kompensation und Konkurrenz
zu zerkrümeln!

Fühlen wir den Schmerz und die Wut.
Fühlen wir sie aus
in den Räumen unserer Seele!


Ein jeder Mensch ist ein
Ebenbild Gottes:  
ergo DAZU GEBOREN,
seinen Odem zu spüren,
seine Gefühle zu fühlen,
eigene Gedanken
zu denken,
seinen Intuitionen zu trauen!

Durchfreuen wir unsere Freude!
Lachen wir

österliches
Auferstehungsgelächter!


Ein jeder Mensch ist ein
Ebenbild Gottes:  
ergo die MÖGLICHKEIT,
das göttliche Licht
in sich selbst
und der Welt zu erfahren!

Erkühnen wir uns zu uns selbst!
In der Stille
und
in der Welt!

Es ist Krieg im Frieden - und wer geht
noch hin?





(c) August Sonnenfisch, 29. April 2013 ff


 
 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (August Sonnenfisch).
Der Beitrag wurde von August Sonnenfisch auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.08.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

ER - DE von Helmut Teipel



Stellt euch vor:

"Wenn es oben im All Planeten gibt, auf dem Lebewesen mit Intelligenz wohnen und uns Menschen auf dem Planeten Erde beobachten, sie würden es nicht verstehen, wie Menschen mit Menschen umgehen!"

"Muss ich dieses Leben leben,
um das sterben meinen
Körpers kennen zu lernen?!"

Für jedes verkaufte Buch geht 1 Euro an eine wohltätige Organisation für Obdachlosenhilfe!

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Das Leben" (Gedichte)

Weitere Beiträge von August Sonnenfisch

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Allzumenschliche Medien - FAKTEN von August Sonnenfisch (Gesellschaftskritisches)
Die letzte Phase von Karl-Heinz Fricke (Das Leben)
Manchmal ist es so ... von Helmut Wendelken (Gedanken)