Hans Witteborg

Vergichtet*

 

Nichts frißt den Menschen so sehr an

als wenn er will, doch nicht mehr kann!

Ich seh euch grinsen, hör euch lachen

ihr denkt gleich an bestimmte Sachen?

Doch nein, gibt keinen Hintergedanken,

man kann auch zwischendurch erkranken.

In diesem Zustand – Schmerz geplagt -

man nicht nur körperlich versagt.

Der Geist, ich meine das Mentale

tritt nicht mehr voll in die Pedale

So bleibt denn auch zu Autors Schrecken

jedes Gedicht im Ansatz stecken.

Ein Päuschen muß man ihm dann gönnen -

nicht lang - es heißt nicht abgewöhnen.

Zurück nun … munter noch am Leben

versucht das Beste er zu geben.

Von wem ist wohl die Rede hier?

Hast recht, der Hauspoet spricht zu dir.

 

Wenn es genehm und es dich freut

nimmt er sich täglich wieder Zeit.

Es ist Viagra für den Geist,

wenn man mich mag und Dichter heißt.

 

*kein Schreibfehler

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.08.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Hans Witteborg:

cover

Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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