Mario Morgenroth

Es gibt ein Leben nach dem Tod

Bei Geigen, Bass und Bratschen,
kam Jesus an, in Latschen.
Er ging gar übers Wasser,
erst trocken, dann viel nasser.

Er nahm mich in die Arme
und sagte: Gott erbarme,
ich bring dir einen Neuen,
Du wirst es bald bereuen.

So durfte ich ihm folgen,
wir hüpften auf den Wolken
und reisten zu den Sternen,
um schnell uns zu entfernen.

Bevor ich mich versehen,
da sah ich ihn schon stehen,
den weisen Mann, ein Riese,
am Tor zum Paradiese.

Er fragte nach den Sünden,
die galt es zu ergründen,
so musste ich dann beichten,
acht Stunden, die kaum reichten.

Da kam er doch ins Grübeln
und sprach von schlimmen Übeln,
er müsse überlegen,
gab schließlich seinen Segen.

Nun war ich endlich drinnen,
sah Ehebrecherinnen,
auch Mörder und Halunken,
die meisten schwer betrunken.

Und als ich mich beklagte,
dem Herrn am Eingang sagte,
dies wär das falsche Zimmer,
da wurde es noch schlimmer:

Sah zu wie all die Frauen
von früher Galgen bauen,
sie wollten mich gleich hängen,
zu traurig schönen Klängen.

Und auch die Schwiegermütter,
die Haare grau und schütter,
sie durften sich wohl rächen,
für alle meine Schwächen.

So musste ich verhandeln,
mich in ein Lamm verwandeln,
und denen in Gewändern
versprechen mich zu ändern.

Das ist mir auch gelungen,
so hab ich froh gesungen,
als ich auf einem Pferde
zurück kam, auf die Erde,

Dort leb ich nun seit Jahren,
um keusch mich zu verwahren,
vor all den süssen Früchten
und was es gibt an Süchten.

Viel lieber zücht ich Tauben
leb eisern meinen Glauben.
Ruft Gott jetzt meinen Namen,
sag ich: Nein danke, Amen.

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