Patrick Rabe

Der Tag der Hoffnung

Jetzt bricht der Tag der Hoffnung an,
die Nacht, wo man nicht schlafen kann
und bange Kerzen still entzündet,
endgültig nun ihr Ende findet.

Das Schiff zerborsten auf der See,
die Mannschaft klammert sich im Weh
an Rettungsboote und auch Planken,
gesteuert ward das Schiff von Kranken.

Jetzt bricht der Tag der Hoffnung an,
wo keine Seele schweigen kann,
man hört sie wieder Psalmen singen,
hört kyrie eleison klingen.

Die Horrorclowns im Herrscherthron
sich gegenseitig Krieg androhn.
Das Ego bellt mit Teufelsfratze,
und ein Toupet verbirgt die Glatze.

Jetzt bricht der Tag der Hoffnung an,
für jede Frau, für jeden Mann.
Am Ölbaum wächst ein zartes Reis,
zum Trost und zu des Schöpfers Preis.

Kommt, lasst die Schatten uns verscheuchen
habt acht auf hoffnungsvolle Zeichen.
Gib, dass die Liebe wir erwählen,
zur Rettung unsrer wunden Seelen.

Jetzt bricht der Tag der Hoffnung an,
der in der tiefen Nacht begann.
Die Sonne klärt das Firmament,
sie führt zusammen, was getrennt.

Jetzt bricht der Tag der Hoffnung an,
vergesst nicht, was die Liebe kann!
So klammert euch an ihr Erbarmen,
harrt aus bei ihrem Glanz, dem warmen.
Es kommt ein Engel in die Not,
vertreibt Dämonen, Angst und Tod.
Aufs Neue fängt das Leben an:
Jetzt bricht der Tag der Hoffnung an!



"Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
so würde ich heute mein Apfelbäumchen pflanzen!"
(Martin Luther)



© by Patrick Rabe
11. August 2017, Hamburg.

 

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