Jürgen Skupniewski-Fernandez

Der Ruf des Kranichs

Der Flug des Kranichs

in nördlich, östlichen Klimazonen,

ist des Kranichs Heimatrevier,

auf wilden Wiesen bunter Blumen,

geschont bewacht von Wäldern,

des Kranichs sommerliches Quatier.

 

Im Frühjahr, wenn des Winters

weisse Reste auf den weiten Auen tauen,

kommt er von langer Reise aus fernem Süden,

bereit zum Balze, in Frühlingslust getauchter,

 

spriessender Natur, springt er von links nach rechts,

von rechts nach links zum Walze‘,

Symphonien aus Gottes innerer Uhr.

 

Im Herbst verblasster Sonnentage,

trifft sich auf feucht, schlafendem Grün,

die graue Kranichschar, berät die Route

nach Süden, wie schon vor vielen hundert Jahr‘.

 

Der erste Fügelschlag erhebt sich, hinauf

zum blauen weiten Raum. Schon hat ein

jedes Vogeltier sich eine Position gereiht.

Ein Schwall von Rufen erfasst Besitze,

 

füllt die klaren Sphären, der Weiseste

führt des Zuges Spitze, auf hin zu neuen

Ufern und Feldern gestoppelter Ähren.

 

Der Sommer hat sich ausgestreckt,

der bunte Herbstkuss ihn versteckt,

bis das des Winters kalte Pracht ihn

mit weissen Zauber zugedeckt.

 

Tief im schwarzen Erdenreich,

schlummernd wartet neues Leben,

bis das zum Frühjahr aufgeschreckt,

vom Ruf des Kranichs aufgeweckt,

zum blauen Himmel streben.

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