Patrick Rabe

Wie der Wind

Wir sind wie der Wind,
wir sind wie der Wind,
wir sind wie der Tau,
wenn der Morgen neu beginnt,
wir sind Sonnenlicht,
des jungen Tages Kind.
Wir sind wie der Wind,
wir sind wie der Wind.

Wir sind wie das Blut,
wir sind wie das Blut,
das an Händen klebt,
wir sind das höchste Gut,
wir geben allen Leben,
entfachen wilde Glut,
wir sind wie das Blut,
wir sind wie das Blut.

Wir sind wie das Brot,
wir sind wie das Brot,
der Weizen wächst zum Licht,
das Samenkorn ist tot.
Wir ernähren euch,
wir lindern Hungersnot.
Wir sind wie das Brot,
wir sind wie das Brot.

Wir sind wie der Dorn,
wir sind wie der Dorn,
wir sind Zaungäste der Party,
wir sind nie ganz vorn.
Und unser Lachen fühlt ihr
so wie Jehovas Zorn.
Wir sind wie der Dorn,
wir sind wie der Dorn.

Wir sind Tramps und Freaks,
wir sind Tramps und Freaks,
wir singen Songs am Straßenrand,
sind Zuschauer des Kriegs.
Wir sind Galgenvögel,
der Kranz des letzten Siegs.
Wir sind Tramps und Freaks,
wir sind Tramps und Freaks.

Wir sind uns bekannt,
wir sind uns bekannt,
auch wenn wir uns niemals jemals
beim Namen ha'm genannt.
Wir gingen durch das Feuer,
es hat uns nicht verbrannt.
Wir sind uns bekannt,
wir sind uns bekannt.

Wir sind jedermann,
wir sind jedermann.
Wir fallen so wie alle,
jedoch, wir fliegen dann.
Wir sind Substanz des Teufels,
doch nicht in seinem Bann.
Wir sind jedermann,
wir sind jedermann.


by Patrick Rabe

für C.S.T.




Das soll um Gottes Willen nicht als unkritisches Abfeiern der christlichen Community missverstanden werden, deren Einheit ohnehin nur auf dem Papier besteht. Es geht hier mehr um eine Gemeinschaft der Highligen, der Schwestern und Brüder in Christo oder des göttlichen Lichtes, die sich vielleicht nicht mal so definieren würden.

Das Gedicht wurde inspiriert von folgender Bibelstelle:

"Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!
Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden."
(Römerbrief)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.10.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Glaubens-und Liebesgedichte von Patrick Rabe sind mutig, innig, streitbar, vertrauens- und humorvoll, sie klammern auch Zweifel, Anfechtungen und Prüfungen nicht aus, stellen manchmal gewohnte Glaubensmuster auf den Kopf und eröffnen dem Leser den weiten Raum Gottes. Tief und kathartisch sind seine Gedichte von Tod und seelischer Wiederauferstehung, es finden sich Poeme der Suche, des Trostes, der Klage und der Freude. Abgerundet wird das Buch von einigen ungewöhnlichen theologischen Betrachtungen. Kein Happy-Clappy-Lobpreis, sondern ein Buch mit Ecken und Kanten, das einen Blick aufs Christentum eröffnet, der fern konservativer Traditionen liegt.

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