Patrick Rabe

California Alb-Dreaming

(Für Chris Dan)

 

Ich verwüste selig.

Fühl mich voll Mojave.

Ein Joshua Tree reckt sich durch die hirnfickende Sonne

und erinnert mich daran, wo ich mal hinwollte.

Nämlich in die Badewanne von Bono,

wenn er wieder mal die heiligen Scheine zählt

und sich darin aalt

wie im geretteten Afrika.

 

Nein. Scherz.

Zu Jesus wollte ich. Will ich.

Will nur wissen, zu welchem.

Zu dem von Eugen Drewermann

oder dem von Joyce Meyer.

 

Kalifornien.

Kali dreht Forno-Pornos

im eigenen Kalifat.

Mit ihren sechs Armen

hat sie ordentlich zu tun.

 

Puls geht immer doller.

Faulende Apfelsinen bremsen meinen

Hunger auf Südfrüchte.

Nazis patroullieren in meinem Arsch Richtung Evangelikalien.

Ham von Germanien genug. Da isses immer so kalt.

 

Vögelnde Gnus toppen meinen Tag

mit Poppingtopping.

Muss zum Mobbingshopping.

Heute Rabatt auf asoziale Sprüche.

Hey du Mutterf***,

 runter von Facebook, du kontaminierst meinen Bildschirm!

Hab mir in der E-Bucht Kuchen mit Spermaglasur bestellt.

Empfehlung mit 6 Sternchen von Charlotte Roche.

 

Der gestirnte Himmel über mir

ist auch nicht mehr das, was Cunt sich darunter vorstellte.

Er führt mich mit polaren Fixstars

nur zum Hotel California,

wo man, nachdem man mit dem Biest gefeiert hat,

zwar wieder auschecken aber niemals gehen kann.

Die Glocken läuten. Könnte Himmel oder Hölle sein.

Besonders, da sie zu der sonst sehr ausgezehrten

Borderlinerin am Straßenrand gehören.

Ich halte und nehme sie mit.

Sie sagt, sie will nach Graceland.

Ich will sie nackt. Nackt. NACKT!

 

 

 

 

© by Patrick Rabe

26. Oktober 2017, Hamburg.

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