Margit Farwig

Baumgedanken

  •  

    Einst stand ich im grünen Blattgewand
    schaute stolz ins weite, weite Land
    ich fühlte, wie die Säfte stiegen
    sah auch im Herbst die Blätter liegen

    und im Winter hielt ich stille aus
    wusste ich, ich schlief im eignen Haus
    die Vögel sangen Liebeslieder
    die Pärchen sanken an mir nieder

    schnitzten in meine Rinde Herzen
    neckten sich liebevoll in Scherzen
    auch Nager mit den spitzen Zähnen
    möchte ich gerne noch erwähnen

    ins Wurzelwerk meiner Gebeine
    grub sich die Rötelmaus, die kleine
    auf allen Ästen wurd’ gesprungen
    in höchste Höhen sie gedrungen

    die Eichhörnchen und auch die Käfer
    man hör’ und staune, die Siebenschläfer
    doch plötzlich durchzuckten mich Blitze
    Himmel erhalt mich, sah durch Ritze

    ich wurde zerstört so nach und nach
    mir halfen nicht Klagen, nicht Weh und Ach
    schickte mich demütig ins Leiden
    sah die Blätterpracht von mir scheiden

    letztendlich steh’ ich verletzt, bin nackt
    wiege mich nicht im Wind, es knackt
    winde mich kaum im Wettergebraus
    in Gedanken, will nur noch nach Haus

    © Margit Farwig

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Margit Farwig).
Der Beitrag wurde von Margit Farwig auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.10.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Ca-Do-Cha - Das Geheimnis der verlorenen Seele von Jutta Wölk



Seit ihrer schlimmen Kindheit ist Kim davon überzeugt, dass es das Übersinnliches und Geister wirklich gibt. Als sie Pam kennenlernt, die kurz darauf in einem herunter gekommenen maroden Haus einzieht, nehmen die seltsamen Ereignisse ihren Lauf. Bei der ersten Besichtigung des alten Gemäuers überkommt Kim ein merkwürdiges Gefühl. Als sie dann noch eine scheinbar liegengelassene Fotografie in die Hand nimmt, durchzuckt sie eine Art Stromschlag, und augenblicklich erscheint eine unheildrohende Frau vor ihrem geistigen Auge. Sie will das Haus sofort verlassen und vorerst nicht wiederkommen. Doch noch kann Pam nicht nachempfinden, warum Kim diese ahnungsvollen Ängste in sich trägt, sie ist Heidin und besitzt keinen Glauben. Nachdem Kim das Tagebuch, der scheinbar verwirrten Hauseigentümerin findet und ließt, spürt sie tief in ihrem Inneren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Selbst nach mehreren seltsamen Unfällen am Haus will Pam ihre Warnungen nicht ernst nehmen. Erst nachdem ihr, als sie sich nachts allein im Haus befindet, eine unbekannte mysteriöse Frau erscheint, bekommt sie Panik und bittet Kim um Hilfe. Aber da ist es bereits zu spät.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (8)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Besinnliches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Margit Farwig

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Besinnen auf... von Margit Farwig (Elfchen)
Sommerabendimpression von Ingrid Drewing (Besinnliches)
Die Göttin des Glücks und des Zufalls von Margit Farwig (Mythologie)