Bernhard Pappe

Das Etwas oder Der Fetischist und das Biest

 

Das Etwas, das mich trieb,

das hatte ich lieb.

 

Das Etwas, das mich getrieben hat,

das hatte ich nun satt.

 

Das Etwas, machte mich platt,

ein Nimmersatt.

 

Das Etwas, ich weiß nicht, wie es sich ergab,

es hob nun aus mein mentales Grab,

ich würde fallen tief hinab.

 

Das Etwas zog an mir,

ich hielt es an langer Leine,

es hob nicht aus mein Grab,

ich hob aus das seine.

 

Ich wurde nicht hinabgerissen,

ich hab‘ es in die Grube geschmissen,

ich hab‘ mit viel Willen zugepackt,

ich wollt‘, dass es in Moder sackt.

 

Das Etwas war tot nun und begraben,

ich konnte frei am Leben mich laben.

Was konnte ich Schöneres haben?

 

Mit dem Etwas, da stimmte etwas nicht!

Holla, eine Waldfee schrie mir ins Gesicht:

 

„Sei bereit, es ist an der Zeit,

es wird leben, es wird zu dir streben.“

 

Was war ich für ein leichtgläubiger Tor,

das Etwas stieg aus dem Grabe empor.

 

Das Etwas kam am Tage, nicht in der Nacht,

ich wurde das Opfer, habe mich dargebracht,

gefesselt liege ich auf seinem Altar.

 

Das Etwas ist außer sich und in mir drin,

ist das nicht wunderbar?

 

(Ein kleiner Auszug aus „Manie“)

 

 

© BPa / 10-2017

Diese Worte mögen ein Vorgriff auf kommende, schaurig schöne, bittersüße, helldunkle Gruselstunden sein.Bernhard Pappe, Anmerkung zum Gedicht

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Bernhard Pappe).
Der Beitrag wurde von Bernhard Pappe auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.10.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Lauter Rasenmäher - Stacheliger Kaktus. von Astrid v.Knebel Doeberitz



Eine heiter-besinnliche Liebesgeschichte

Die gestresste Lehrerin Jeanne Garner freut sich über den wohlverdienten Urlaub in ruhiger Umgebung, den ihr jedoch der Nachbar schon am ersten Tag verdirbt. Rick Bradley, der Modefotograf, gehört vom Typ her zu der Sorte Mann, um die Jeanne vorsorglich einen weiten Bogen macht. Seine Beharrlichkeit bewegt in ihr jedoch mehr als sie sich eingesteht. Gut, dass es da noch die Nachbarn, Anthony und Sally Cartman, gibt! Rick beginnt, sein bisheriges Leben zu überdenken, während bei Jeanne eine tief greifende Veränderung ihrer Lebenseinstellung stattfindet. Als es nach Monaten zu einem von einer Freundin geplanten Wiedersehen zwischen ihnen kommt, steht Jeanne ungewollt vor einer Entscheidung ...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fantasie" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Bernhard Pappe

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Werfen & Treten von Bernhard Pappe (Aphorismen)
Elfengelichter von Margit Farwig (Fantasie)
Feiner Mairegen von Marija Geißler (Lebensfreude)