Niklas Götz

5 Tage - 4. Tag

Es fließt dahin die Zeit in Schwallen
Wie Wasser plätschernd einen Bach hinab
Es wird der Stein zu Staub zerfallen
Als hätte er nie Form gehabt
Woran wir hatten einst Gefallen
Von dem wenden wir uns einmal ab

Die Welt
Zerfällt
Zerbricht
Ve
Rge
Ht

Und doch:
Wir sind nicht Nichts
Nicht leer
Nicht stumm
Nicht allein
Wir haben Augen zum Sehen
Wir haben Geist zu Denken
Wir haben Münder zum Sprechen
Und Herzen zum Lieben

Es kann nur vergehen was niemand bewahrte und keinen bekümmerte

Lass uns dem unbarmherzigen Rad der Zeit
Entgegenstellen der Liebe Weisheit
Lass uns zusammen erschaffen
Woran die Kräfte des Einzelnen erschlaffen
Lass uns auf unsrer Liebe Boden gedeihen
Die Macht, uns vom Zerfall zu befreien

Lass uns gegenseitig unser Nirvana sein sein

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.10.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ein geborener Nobody hat, sofern er überhaupt jemals etwas besitzt, höchstens ein Drittel von dem, was die Norm ihr Eigen nennt. Denn er hat nun mal keine Lobby und somit auch keinerlei Protektion. Steht dabei immer in vorderster Linie des täglichen Überlebenskampfes, sich dabei selbst im Wege und muss gegen tausende Dinge ankämpfen, von deren Existenz die Masse erst einmal gar nichts weiß. Für Charly stehen die Sterne bereits schlecht, als er 1950 in Düsseldorf als Sohn staatenloser Eltern geboren, die ersten Lebensjahre in einem alten Backsteingebäude heran wächst, das hinter vorgehaltener Hand der blutige Knochen genannt wird. Als staaten- und heimatlos gestrauchelter Seemann, Chaot, Loddel und Taxifahrer, begegnet er im Alter von 53 Jahren seiner Muse, in die er sich unsterblich verliebt, sie jedoch kurze Zeit später wieder verliert. Philosophierend taumelt er weiter durch den Keller des Lebens. Seine teilweise selbst erlebte Geschichte erzählt der Autor in der Gossensprache, die er gelernt hat und reflektiert damit das Leben im gesellschaftlichen Randzonenbereich. ..für viele unserer so unglaublich normalen, überschlauen Zeitgenossen, auf eine manchmal etwas vulgär formulierte Art zu schmutzig. Aber die Wahrheit ist nun einmal schmutzig.

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