Marlene Remen

A U S S C H A L T E N

Gedanken glaubtest du einmal, sie können soviel Gutes tun.
Das tun sie auch, denn sind sie schön, dann sind Gedanken wunderbar.

Die Anderen jedoch, die dich nur quälen, weil sie immerzu im Kreis sich drehn.
Einen Anfang, doch nie ein Ende haben, sie tun nicht gut, sie tun nur weh.

Wenn du versuchst, dich abzulenken, mit Allem, was dir Freude macht.
Glaubst du wirklich, es wird dir gelingen, ganz plötzlich sind sie wieder da.

Und alles, was du dir vorgenommen, es wird nichts draus, sie lähmen dich.
So wird ein neuer Tag vergehen, der so wie der Vorherige war.

Auch in der Nacht, wenn du Ruhe suchst, Ruhe, die du für den Tag doch brauchst,
kehren sie zurück, sie gehen nicht, dringen sogar in deine Träume ein.

Dann möchtest du schrein, ganz laut nur schreien :

Geht weg von mir, ich brauch euch nicht, laßt mich in Ruh, warum quält ihr mich ?

Ausschalten möchtest du für dich, all deine trüb Gedanken.
Doch kehren sie immerzu zurück, sie werden niemals wanken.

Und doch, es wird der Tag noch kommen, da sind Gedanken nicht mehr bei dir.
Dann sind sie fort, sie sind gegangen und niemals kehren sie zurück.

Doch an diesem Tag, bist auch du gegangen, auf eine Reise, ohne Wiederkehr.
Und alle deine bittren Tränen, sie füllen nicht weiter deiner Traurigkeit tiefes Meer.

So wie der Vogel, der du warst, in all deinen Träumen, breitet deine Seele
ganz weit ihre Flügel aus.

Dann fliegt sie davon, immer weiter wird sie fliegen, ins helle Licht,
in die Unendlichkeit hinaus. Und nichts mehr, nichts mehr kann sie quälen,
das ist Vergangenheit, endgültig vorbei.

An diesem Tag, ja, da bist du gegangen, doch deine Seele, sie ist endlich frei.





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.11.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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